In V - Second Life

Second Life im Visier der Musikkonzerne wegen Verstoß gegen Lizenzrechte

Nach Youtube & Co. haben die Musikkonzerne jetzt auch Second Life im Visier: Zahlreiche virtuelle Bewoher beschallen ihre virtuellen Räume mit Musik, ohne dafür eine Lizenz zu besitzen. Dazu gehören z.B. die Betreiber von Bars, Einzelhandelsgeschäften und Events. Diese Lizenz bräuchten sie aber, weil es sich um eine öffentliche Aufführung von Musik handelt, schliesslich kann ja jeder Besucher mithören.

Wie YouTube hat auch LindenLab in den Nutzungsbedingungen vermerkt, dass die Klärung von Urheberechten und Lizenzen in der Verantwortung der Nutzer liege: “If you choose to stream your own music into SL directly or using a streaming relay host, the content and any copyright/royalty fees and any other possible issues are your responsibility”. Die Chancen sind gut, dass Linden Lab die Verantwortung tatsächlich auf die User abwälzen kann, da sie sich darauf berufen können, dass Musik auf Second Life nur über externe Server in die Spielewelt gestreamt werden kann. Weitere Infos unter futurezone.at

Also schön aufpassen, auch die virtuelle Welt ist kein rechtsfreier Raum. Second Life sollte aber aus meiner Sicht die Bewohner schon bei der Anmeldung auf dieses Risiko hinweisen und Lösungen präsentieren. Es gibt z.B. lizenzfreie Musik. Auch Musiker können die Chance nutzen und Musik kostenlos zur Verfügung stellen. Auch so kann ein Hit entstehen. Vielleicht gibt es ja auch bald die SL-Charts.

2 Responses to Second Life im Visier der Musikkonzerne wegen Verstoß gegen Lizenzrechte

  1. Eben im SL-Business-Magazine einen Artikel über eine Künstlerin gelesen, die genau das gemacht hat: Sich in SL promotet und dann den Sprung zu MTV geschafft. Sollen Gema und Plattenfirmen doch an ihren Kavierhäppchen ersticken, sie sind schlicht überflüssig geworden. Wer Musik streamen will, kann sich zum Beispiel auch Musikpodcasts suchen.

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