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2. Beitrag zum Blogkarneval „Kreativtechniken“: Querdenker-Ideen-Matrix

Karneval

In meinem ersten Beitrag zum Blogkarneval „Die besten Kreativtechniken“ habe ich ja noch einen Artikel zu meiner Querdenker-Ideen-Matrix versproche. Da der Blogkarneval heute um 24.00 Uhr endet, möchte ich jetzt noch last minute mein Versprechen einlösen: In meiner Querdenker-Ideen-Matrix habe ich im Laufe der Jahre mehr als 1.000 Ideen aus den verschiedensten Branchen eingetragen. Wenn ich eine Anfrage für neue Ideen bekomme, dann schaue ich dort rein und prüfe systematisch, welche Ideen aus Branchen, die sich bewährt haben, für meinen Kunden und dessen Aufgabenstellung passen könnte. Ich will das kurz an einem einfachen Beispiel erläutern:

Stellen wir uns vor, ein Fahrradhändler fragt mich nach neue Ideen, um seinen Umsatz und Gewinn zu steigern, ohne große Investitionen zu tätigen. Dann würde ich z.B. das ganze Leistungsspektrum eines Automobilhauses (verwandtes Geschäftsgebiet) überprüfen. Demnach würde ich z.B. empfehlen, jedes Frühjahr und Herbst eine Halbjahresinspektion zum Festpreis anzubieten. Mit diesem Service kommt man mit vielen neuen Kunden in Kontakt und wird von zufriedenen Stammkunden gerne und häufiger weiterempfohlen. Auch ein mobiler Pannenservice könnte Sinn machen, ähnlich wie beim ADAC im Rahmen eines jährlichen Mitgliedbeitrages. Für die Mitglieder könnte man ein schönes Leistungsspektrum schnüren. Das sind jetzt nur mal zwei konkrete Ideen. Insgesamt habe ich mehr als zehn Ideen so innerhalb von einer halben Stunde präsentieren können, denn diese Anfrage gab es wirklich.

Im nächsten Schritt prüfe ich, welche Unternehmen bereits Leistungselemente, für die sich mein Kunde entschieden hat, erfolgreich anbieten und dadurch in der Branche eine Spitzenstellung eingenommen haben. In meinem konkreten Beispiel wäre das u.a. die Firma Düsselrad aus Düsseldorf. Mit der Geschäftsführung würde ich nicht nur per Telefon und Mail Erfahrungen austauschen, sondern die Firma auch persönlich besuchen. Vielleicht wäre es sogar möglich, mehrere Wochen ein Praktikum dort zu machen. Wichtig wäre allerdings, dass man auch etwas zu bieten hat, nämlich konkrete Ideen als Währung für den Erfahrungsaustausch und auch vielleicht schon konkrete Ideen für eine gemeinsame Kooperation. Innerhalb des Blogartikels über Düsselrad habe ich noch zehn weitere Ideen aufgelistet. Deshalb passt das Beispiel hier sehr gut.

Ich gebe zu, dass war jetzt ein relativ einfaches Beispiel für den Einsatz meiner selbst erstellten Querdenker-Ideen-Matrix. Normalerweise sammele ich nach einem bestimmten Prinzip aus fünf bis fünfzehn verschiedenen Branchen Anregungen und präsentiere dann alles in einem systematischen Überblick. Wichtig ist, dass Unternehmen heute nur noch überdurchschnittlich gut verdienen können, wenn sie in einigen Bereichen einmalig sind. Deshalb lohnt ein Schielen auf die Branchenwettbewerber meist nur dann, wenn das Unternehmen die wichtigsten Grundregeln der Branchen nicht kennt oder beachtet. Mit der Querdenker-Ideen-Matrix erhalten jetzt die Kunden aber nicht nur einfach Ideen, sondern praxiserprobte Konzepte. Natürlich werden die Ideen aus der Matrix mit einem Brainstorming im Unternehmen kombiniert und gemeinsam die besten Ideen ausgesucht. Es hat sich allerdings sehr bewährt, dass man nicht nur Moderator, sondern auch Inputgeber in solch einem Prozess ist. Das ist mein USP 🙂

4 Responses to 2. Beitrag zum Blogkarneval „Kreativtechniken“: Querdenker-Ideen-Matrix

  1. […] (Pike Place Fish Market) Pflege alte Traditionen (z.B. Pralinenclub) Erfinde etwas Neues (Bsp. Morphologische Matrix) Individualisiere (mymuesli) Mache Kunden zu Fans (walther-saftblog) Biete eine spektakuläre […]

  2. […] aber deshalb paßt der Name ja auch perfekt Ich selber nutze für solche Herausforderungen meine Ideenmatrix. Wenn ich eine Anfrage für neue Ideen bekomme, dann schaue ich dort rein und prüfe systematisch, […]

  3. […] Es gibt viele Hilfsmittel, um so neue Ideen zu generieren. Ich selber verwende dafür meine Ideenmatrix. Andere nutzen die Krawattenmethode. Wieder andere haben dafür eine Creative- oder Ideenbox. Und […]

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