In V - Strategie

Trend zu Multistartups – Chance oder Risiko?

Jochen Krisch stellt in einem aktuellen Posting folgendes fest: „Der Trend zum Multistartup ist unverkennbar. Nach Dealjäger defokussiert diversifiziert auch Edelight und bringt als Zweitprojekt den Musikdienst Justaloud an den Start, allerdings im Unterschied zu Dealjäger von Beginn an mit einem separaten Gründerteam.“ Der Hintergrund: Unternehmer, die bereits ein erfolgreiches Start Up hochgezogen haben, haben bei Investoren einen deutlichen Vertrauensvorsprung. Ein positiver Track Rekord ist eben ein unschlagbares Argument.

Viele Unternehmer entdecken eben in kürzerer Zeit mehrere „einmalige Chancen“ und wollen diese natürlich auch alle nutzen. Deshalb sind sie versucht, neue StartUps zu gründen und sich an diesen via Gesellschaft oder privat zu beteiligen. Nicht jeder Investor, der am Mutterunternehmen beteiligt ist, sieht das gerne, weil sich dadurch der Unternehmer nicht mehr voll auf seiner Ursprungsaufgabe konzentriert. Solange sich solch eine Diversifikation allerdings auf das Kerngeschäft beschränkt, nämlich z.B. den Aufbau mehrerer Social Networks, kann diese Diversifikation auch sinnvoll sein.

Für mich ist die Story von Ridemakerz immer noch die Benchmark solch eines Multistartups. Das Vorbildunternehmen von Ridemakerz, Build-A-Bear, hat sich an Ridemakerz finanziell beteiligt und stellt auch die Infrastruktur, Marktdaten und Back-Office zur Verfügung, um das neue Konzept schnell zum Fliegen zu bringen. Für Build-A-Bear ist deshalb die Beteiligung genauso sinnvoll wie für Ridemakerz, die von den Erfahrungen und Infrastruktur des Beteiligungsgebers profitieren können. Ich bin überzeugt, dass sich mehrere Unternehmer in Zukunft ein Beispiel daran nehmen werden.

6 Responses to Trend zu Multistartups – Chance oder Risiko?

  1. […] siehe auch Exciting Commerce, EASN und best practices […]

  2. […] Trend zu Multistartups – Chance oder Risiko? (best-pratice-business.de) […]

  3. Die Deutsche Social Commerce Szene: Teil II

    Teil II: Geschäftsmodelle im Social Commerce
    Edelight – Geschenkempfehlungen von Mensch zu Mensch

    Begonnen hatte alles mit einer Idee Anfang 2006 in einem kleinen Stuttgarder Gründerkeller. Die drei Gründer Peter Ambrozy, Steffen Belitz und Tassil…

  4. […] Aber was macht justaloud nun eigentlich? Justaload stellt eine Plattform mit Musik zur Verfügung. Bands haben dort die Möglichkeit ihre Songs zu verkaufen. Das besondere ist, dass die Community den Preis bestimmt. Das heißt jeder Song startet bei 0 ct. Je mehr Leute sich den Song kaufen, desto höher steigt der Preis. Bis zu 99 ct. Dann ist Schluss. Das nennt sich Community-Pricing-Modell und soll die Verbreitung von Musik unbekanter aber guter Bands födern. Was ich auch spannend finde ist, dass das Portal ein Projekt der Edelight GmbH ist. Das sind die mit den Geschenkempfehlungen. Burkhard Schneider nennt das Ganze Multistartup und diskutiert auf seinem Blog Risko und Chancen. Ich finde es mutig von Peter und seinem Team und das Geschäftsmodell hat mir auch auf Anhieb gefallen. Umsetzung ist auch super und nach Aussage von Feliks lief es weit besser an als sie in der Startphase erwartet haben. Bin gespannt was da noch kommt. Hatte auch schon einmal im April über eine Idee im Kunstmarkt hier im Thinkomaten gebloggt, die sich auch diesem Nachfrage-Preissteigerungsmodell bedient hatte. Finde ich super. Da war mir das Modell sofort sympatisch. Habe auf dem Event sogar noch Alexander von Deutsche Startups getroffen und so sind wir wahrscheinlich die einzigen zwei Vertreter der Web-Community bei diesem Event gewesen. Auch nicht schlimm Wollte eigentlich noch ein Interview mit Feliks machen aber die hohe Lautstärke und schlechten Lichverhältnisse wollte ich dann der Gründerszene doch nicht an tun. Das holen wir aber nach. (No Ratings Yet)  Loading … […]

  5. […] Die Zielgruppe von Edelight sind shopping- und internetaffine User, sowie Produktsuchende im Allgemeinen. Das gute monatliche Wachstum wurde bisher durch PR und virales Marketing erreicht. Hatten sich das Unternehmen vor dem Start und in den ersten Monaten noch selber finanziert, beteiligte sich das Medienhaus Burda im Juni an der Geschenkeplattform. Inzwischen gibt es sogar schon einen Sprößling aus dem eigenen Hause und macht Edelight damit zum Multistartup. Bei Justaloud geht es um das Endecken und Fördern von Nachwuchskünstlern und deren Musik. Die Zukunft wird zeigen ob sich das Startup ähnlich erfolgreich entwickelt wie Edelight. Für gute Unterhaltung in Form von Musik ist zwischenzeitlich ja gesorgt. Edelight in Zahlen: […]

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