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Kann Karsten Windfelder die 4-Stunden-Arbeitswoche realisieren?

Im Sommer 2007 hat Tim Ferris mit seinem Buch “The 4-Hour-Workweek” für Furore gesorgt. Viele Blogger weltweit haben das Thema aufgegriffen und darüber diskutiert, ob es wirklich möglich ist, nur 4 Stunden in der Woche arbeiten zu müssen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wir haben hier im Blog darüber berichtet.

Karsten Windfelder hat dieses Thema jetzt aufgegriffen und extra dafür ein Blog eröffnet. Er will selber prüfen, ob es gelingt, die 4-Stunden-Arbeitswoche auch hier in Deutschland einzuführen. Step by Step will er die Ratschläge von Ferris umsetzen. Über seine ersten Maßnahmen und Resultate berichtet er hier. Er lädt alle Leser dazu ein, Kommentare und Tipps abzugeben. Z.B. ist Karsten derzeit auf der Suche nach einem virtuellen persönlichen Assistenten und bittet alle um Mithilfe bei der Suche.

Eine Frage bleibt? Ist die 4-Stunden-Arbeitswoche wirklich realisierbar. Ich sage ja, aber nicht sofort. Denn bevor ein Michael Schumacher sein Leben als Frührenter geniessen konnte, musste er sehr hart dafür arbeiten. Auch die zahlreichen Internetmillionäre haben in den ersten Jahren extrem hart gearbeitet. Und auch ein Erfinder, der heute von seinen Lizenzgebühren gut leben kann, musste meist jahrelang Rückschläge einstecken, bevor er den Durchbruch schaffte und jetzt ein sorgenfreies Leben genießen kann.

Ist es überhaupt erstrebenswert, nur 4 Stunden in der Woche zu arbeiten? Nach meiner Ansicht nein, aber genau das will Ferris auch gar nicht vermitteln. Er sagt vielmehr, dass man alle ungeliebten Arbeiten auf ein Minimum reduzieren sollte und in der restlichen Zeit nur noch das machen sollte, was einem Spaß macht. Das ist dann schließlich keine Arbeit mehr, auch wenn man mit diesen Tätigkeiten Geld verdient. Zudem sollte man auch prüfen, wieviel Geld man wirklich zum Leben braucht. Weniger ist hier häufig mehr und dadurch kann man dann auch die Arbeitsbelastung deutlich reduzieren.

5 Responses to Kann Karsten Windfelder die 4-Stunden-Arbeitswoche realisieren?

  1. Thomas sagt:

    “Eine Frage bleibt? Ist die 4-Stunden-Arbeitswoche wirklich realisierbar. Ich sage ja, aber nicht sofort.”

    Ich bin der Meinung, dass sich unser Gehirn ganz auf unsere Erwartungen einstellt.

    Wenn ich bereits im Kopf die Antwort habe: “nein, ganz sicher nicht sofort” und zudem noch Beispiele von Personen für mich selbst finde, die es ja auch nicht sofort geschafft haben, dann klappt es sicherlich nicht.

    Was passiert aber, wenn ich mir selbst sage: ich will das schaffen und zwar innerhalb von 6 Monaten?
    Dann gehe ich das Problem ganz anders an.

    Unser Gehirn fängt erst dann an zu arbeiten, Gedanken zu spinnen und Lösungen zu finden, wenn es eine klare Aufgabe bekommt.

  2. Hallo Thomas,

    an Deinem Einwand ist was dran.

    Ich selber habe über 15 Kleingruppen betreut, die ihre Ziele nach der Erfolgsteam-Methode umgesetzt haben. Wir hatten jemand, der wollte in drei Jahren zurück in die Türkei. In 6 Monaten hatte er das Ziel schon realisiert.

    Umgekehrt gab es viele, die Ziele geäußert hatten, die nicht ihr Herzenswunsch waren. Das ging fast immer schief. Andere hatten Ziele, die mit Restriktionen verbunden waren (z.B. Trennen von der Familie), die es auf einmal nicht mehr Wert waren, zu verfolgen. Und dann gab noch welche, die wollten immer ganz viel auf einmal, und waren dann ganz frustriert, wenn sie ihre Ziele nicht erreicht haben.

    Will sagen, man kann beim Setzen eines Zieles viel richtig und falsch machen.

  3. Eben, die vier Stunden sind doch die, die man arbeiten muss, was man mit dem Rest macht, ist dann ja die persönliche Entscheidung.

    Sehr spannend an dem Buch finde ich gerade, dass man sich überlegen muss, was man eigentlich tun möchte, wenn man nichts tun muss.

    Realisierbarkeit: Es funktioniert wohl nicht für alle Berufsgruppen und erst recht nicht, wenn alle es versuchen würden.

  4. Hallo Oliver,

    es gibt tatsächlich viele Möglichkeiten, die restlichen Stunden in der Woche zu verbringen: Weitere StartUps gründen, um Familie kümmern, Hobbies fröhnen,…

    Und tatsächlich funktioniert das Konzept nicht für alle. Wenn ich mir allerdings die Selbständigenquote hier in Deutschland anschaue und registrieren, dass nur Selbständige im Promillebereich bis jetzt den Dreh raus haben, dann gibt es noch genug Potential für jeden, der es jetzt versuchen will.

    Ausreden gelten nicht. Ran an den Jackpot. Hier im Blog gibt es so viele Anregungen, dass bereits für jeden etwas dabei sein sollte.

    Den ganz großen Jackpot gewinnt man, wenn man schon in den 4 Stunden etwas macht, das einem Spaß macht. Dann findet man schnell auch die zweite, dritte und vierte Aktivität, die Geld bringt. Und schwups ist man Serial Entrepreneur geworden.

    Entscheidend ist doch, dass ich ein skalierbares Geschäftsmodell entwickle, bei dem ich nicht der Engpassfaktor bin. Das Prinzip lautet: Nicht im, sondern am Unternehmen arbeiten.

  5. Jogi sagt:

    Hallo zusammen,

    ich denke sehr wohl, dass eine 4 Stunden Woche möglich ist. Voraussetzung ist ein Businessmodell, welches sich gut automatisieren lässt oder welches so verständlich ist, dass es andere Leute ohne eigene Hilfe umsetzen können.

    Ausserdem kommt es natürlich darauf an, wie hoch der eigene Lebensstandard ist. Aus Tim Ferris Sicht erwirtschaftet die 4 Stunden Woche die Einnahmen für die laufenden Kosten und einige Gimicks. Ist der eigene Lebensstandard sehr hoch, so ist es ein wenig anspruchsvoller die entsprechend hohen Kosten in 4 Stunden pro Woche zu erwirtschaften.

    Was tut man in der freien Zeit. Hier kommt es darauf an, ob man wie Ferris das Business als Mittel zum Zweck betreibt, nämlich sich coole Reisen zu finanzieren. In diesem Fall reist man.
    Ist das Business an sich der Lebensinhalt, so wird man zum Seriengründer und freut sich daran möglichst effektive viele verschiedene Businesses zu steuern.

    Noch bin ich in der ersten Phase – würde gerne mehr reisen, kann mich aber auch mit dem 2.Szenario anfreunden.

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