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Meine Serie bei enable: Was mir bei vielen Business Plänen fehlt

Seit mehr als 10 Jahren lese ich Business Pläne durch. Es sind bisher mehrere Tausend gewesen. Immer wieder habe ich einige Punkte vermisst, die gar nicht oder nur sehr oberflächlich dargestellt werden, aus meiner persönlichen Sicht aber essentiell wichtig sind. Deshalb habe ich mich vor einem Monat entschieden, im Unternehmerportal „enable“ eine fünfteilige Serie mit der Überschrift „Was mir bei vielen Business Plänen fehlt“ mit folgenden Themen zu veröffentlichen:

  1. Executive Summary
  2. Realisierungsfahrplan
  3. Umsatzplan mit „Herleitung“ und Erläuterungen
  4. Markt-, Kunden- und Wettbewerbsanalyse
  5. Persönlicher Stil

Interessant ist die Resonanz, die ich bisher darauf bekommen habe: Von „der hat doch keine Ahnung“ bis „die Erfahrungen kann ich bestätigen“ war alles dabei. Meine Erkenntnis daraus: Mein Anmerkung zu der Serie hätte ich im ersten und nicht im letzten Teil veröffentlichen sollen: „Mit meiner fünfteiligen Serie will ich Denkanstösse geben, worauf man bei der Erstellung des Business Planes mehr seinen Schwerpunkt legen sollte, als dass die meisten getan haben, die mir einen Business-Plan vorgelegt haben. Natürlich haben Ratschläge, die sich nicht auf eine bestimmte Branche oder sogar konkreten Geschäftsplan beziehen, immer das Risiko, dass sie Einzelfall „vorbeizielen“. Deshalb überlegen Sie bitte für sich selber, welche der Tipps für Sie hilfreich sein können und welche nicht“.

Man kommt schon ins Grübeln, wenn jemand, der noch nicht einmal ein Impressum in seinem Blog hat und kein Visier runterklappt, Informationen aus dem Zusammenhang reisst und voreilige Schlüsse zieht. Ich gebe zu, dass ich in solchen Momenten nachdenklich bin, ob ich mich überhaupt noch als Blogger bezeichnen sollte. Aber überall gibt es solche und solche. Die erste Kategerie der „Solchen“ habe ich Ende der neunziger Jahr im New Economy Hype zu Genüge kennengelernt. Da habe ich mich als 30ig-Jähriger schon ganz schön alt gefühlt, wenn ich mich mit den Boygroups unterhalten hatte, die als einzigste kapierten, wie die Welt wirklich läuft. Doch wo sind diese Experten geblieben 🙂 Und die Welt hat sich doch weitergedreht, ohne dass alles neu erfunden wurde.

2 Responses to Meine Serie bei enable: Was mir bei vielen Business Plänen fehlt

  1. Sigi sagt:

    Eine Frage. Geht es Dir manchmal auch so, dass Du obwohl Du noch nicht einen Blick in den Businessplan geworfen hast Du Dich auf dein Bauchgefühl verlassen kannst? Es gibt auch verifizierte Ergebnisse einer Untersuchungen bei denen Laien „nach Bauchgefühl‹ Börsenkurse ziemlich gut beurteilen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich denke, gerade der letzte Punkt „Persönlicher Stil‹, Authentizität überlagert sehr oft vermeindlich realistische Kriterien. Und das ist es ja auch, was einen guten Verkäufer von einem schlechteren unterscheidet. Ich erlebe auch sehr strukturierte, realistische Banker viel emotionaler, als sie sich selbst einschätzen. Bin gespannt auf Deine/Eure Erfahrungen.

  2. Hallo Sigi,

    nach meiner Erfahrung kommt es immer auf den Leser an. Hier kenne ich viele Analytiker, die den BP nach einem bestimmten Schema zerpflücken. Das sind häufig Angestellte, die ihre Arbeit rechtfertigen und nachprüfbar machen müssen.

    Umgekehrt kenne ich zahlreiche Business Angels, die genau umgekehrt ticken. Die bilden sich mit ihrem Bauchgefühl in kürzester Zeit eine Meinung und rücken dann davon nur noch ganz selten ab.

    Grundsätzlich ist ein authentischer, persönlicher Stil für mich so oder so sehr wichtig. Denn Business Pläne sind heute vom Inhalt häufig austauschbar. Die Menschen, die ihn schreiben, sind aber einzigartig. Und das sollte rüberkommen.

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