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Update: Nivea-Haus in Hamburg

Am 27. April hat das weltweit erste NIVEA Haus am Jungfernstieg 51 (Ecke Colonnaden) in Hamburg eröffnet. 800 Quadratmeter verteilt über drei Etagen, 21 Spezialisten, die beraten, verwandeln und verwöhnen, an sechs Tagen in der Woche. Wir haben darüber bereits am 2. Mai 2007 hier im Blog ausführlich berichtet.

Ein gutes halbes Jahr später hat jetzt der Beiersdorf-Marketingchef Michael van Gelder über erste Erfahrungen innerhalb der manager-lounge Hamburg berichtet. Demnach ist das Nivea Haus auf Monate ausgebucht und wird somit schon schneller als erwartet Gewinne abwerfen. Jedoch stand bei diesem Projekt nicht die Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund. Die Marketingexperten von Beiersdorf haben eher nach neuen Wegen gesucht, „aus dem Einerlei der Markenkommunikation auszubrechen“. Insgesamt müsste eine Marke ständig für Präsenz sorgen, um nicht austauschbar zu werden. Wenn das dann noch mit neuen Konzepten geschieht, erhält solch eine Kampagne viel Aufmerksamkeit mit überschaubaren Finanzmitteln.

Als Anregung für das Nivea-Haus in Hamburg fungierten die Day-Spas in den USA, die zu „bezahlbaren Preisen“ für die Masse Wellnessangebote offerieren. Etwas hochtrabend spricht Michael von Gelder dann auch davon, mit diesem neuen Angebot in Deutschland das Kosmetik- und Wellnessangebot zu demokratisieren. Nach seiner Erkenntnis hätten viele Menschen in Deutschland noch eine hohe Hemmschwelle, sich in der Mittagspause ausziehen und verwöhnen lassen. Für diese Zielgruppe gebe es deshalb Schnupperangebote und kleine Attraktionen wie den „Latte Massagio“ – einen Caffè Latte mit kleiner Nackenmassage. Gelesen im manager-magazin-online

Obwohl der Erfolg bisher alle Erwartungen übersteigt, sei noch nicht geplant, das Konzept bundesweit auszudehen. Noch wolle man mit dem Hamburger Haus weiterhin wichtige Erfahrungen sammeln, bevor man über weitere Expansionspläne nachdenke. Aus meiner Sicht ist das Nivea Haus grundsätzlich ein sehr guter Ansatz für Eventselling. Allerdings könnten sich die langen Wartezeiten langfristig negativ auswirken, wenn man sich für diejenigen, die man wieder ohne Verwöhnprogramm nach Hause schicken muss, nicht zu sehr enttäuschen will.

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