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Update: Crowdsourcingplattform Quirky ist mit mehr als 100 entwickelten Produkten auf Erfolgskurs

Wer hier in Deutschland eine Idee zu einem neue Produkt für Konsumenten hat, selber aber nicht den Mut, das Know How oder nötige Kleingeld hat, dieses Produkt auf den Markt zu bringen, der kann seit 2008 seine Idee auf Tchibo Ideas einstellen und hoffen, dass andere das Produkt auch gut finden und das Produkt tatsächlich hergestellt wird. Bisher haben es immerhin 15 Produkte bis zur Marktreife geschafft. Das Pendant in den USA, die Crowdsourcingplattform Quirky für neue Produktideen, legt ein anderes Tempo an den Tag.

Obwohl erst 2009 gestartet, gibt es im Quirky Shop schon mehr als 100 Produkte, die von Dritten erworben werden können, nachdem die Idee für das Produkt auf Quirky gepostet wurde. Für jede Produktideeneinreichung muss der Ideengeber 10 USD Ernsthaftigkeitsgebühr bezahlen. Das Endprodukt sollte nicht mehr als 150 USD kosten. An den Verkaufserlösen werden Ideengeber und sog. Influencer (Personen, die im Ideenprozess weitere Ideen beisteuern) beteiligt.

Wir haben hier im Blog erstmals über Quirky im Mai 2009 berichtet. Ende des Jahres 2009 hat es Quirky in die Top-10 unseres Crowdsourcing-Rankings geschafft. Jetzt wird es längst mal wieder Zeit, ein Update zu einer der spannendsten Crowdsourcing-Plattformen weltweit zu veröffentlichen. Dank eines aktuellen Artikels im Entrepreneurship-Magazin können wir hier viele spannende Kennzahlen veröffentlichen:

  • Mitgliederzahl: 65.000+
  • Mitgliederwachstum: 20 % pro Monat
  • Anzahl Mitarbeiter 40+ (bis Ende des Jahres: 80+)
  • Umsatz 2011: 6 – 10 Mio. USD
  • EK Fundsraising: 12,6 Mio. USD

Das Geld der VC-Investoren wurde nicht nur dafür benötigt, das StartUp aufzubauen und das Wachstum zu finanzieren, sondern auch um die Entwicklung der ausgewählten Produkte bis zur Marktreife zu finanzieren. Im Schnitt nimmt Quirky für jedes Produkt mehr als 200.000 USD in die Hand, bis es im Quirky-Shop verkauft werden kann. Bei mehr als 100 umgesetzten Produkten brauchte es das entsprechende Startkapital.

Dass sich Quirky mittlerweile auf der Erfolgsspur befindet, liegt auch am 24 jährigen Gründer Ben Kaufmann. Er hat schon mit 18 Jahren sein erstes eigenes Produkt entwickelt und verkauft. Dafür haben die Eltern ihr Haus mit 185.000 USD beliehen, um den Erfolg zu finanzieren. Wer solche Eltern nicht hat, hat zum Glück jetzt Quirky. Man muss den “Erlöskuchen” zwar mit anderen teilen, riskiert dafür aber auch kein eigenes Geld. Der Top-Innovator auf Quirky hat so schon fast 40.000 USD verdient. Mehr als Trinkgeld!

2 Responses to Update: Crowdsourcingplattform Quirky ist mit mehr als 100 entwickelten Produkten auf Erfolgskurs

  1. […] Weisheit der Vielen zu nutzen. Und wenn einem dieser Web zu mühsam ist, kann auf Plattformen wie Quirky oder Tchibo-Ideas einreichen. Übrigens hat sich bei tchibo-ideas fünf Jahre nach Start einiges […]

  2. […] veröffentlicht. Deutlich dynamischer ist das angelsächsische Pendant, Quirky, gewachsen. Und insofern kam schon öfters die Frage auf, welche Anbieter hier in Deutschland für mehr […]

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