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wiwo-Gründerwettbewerb – ein copycat?

Die Gründerwelt ist langsam wieder in Ordnung. Immer mehr Business Angels, VC-Gesellschaften und sonstige Investoren bemühen sich um die Start-Ups, die sie vorher haben links liegen gelassen. Auch die Presse berichtet über die Gründer wieder wie Popstars und Heilsbringer. Und es werden wieder neue Gründerwettbewerbe aufgelegt. Vor kurzem haben wir ja über den FTD-Gründerwettbewerb enable2start berichtet. Hier werden nicht nur Geldpreise von 250.000 EUR an die fünf Sieger ausgeschüttet, sondern auch deren Werdegang für 15 Monate journalistisch begleitet.

Und was lese ich jetzt bei wiwo.de? Die veranstalten jetzt auch einen Gründerwettbewerb mit Preisen im Wert von 250.000 EUR. Fünf Sieger können anschliessend regelmäßig in der WiWo über ihren Werdegang berichten. Ja sowas. Jetzt gibt es also nicht nur im Web 2.0 Copycats, sondern auch bei den Gründerwettbewerben. Ein paar Unterschiede gibt es doch. Das Motto bei wiwo lautet: The Winner takes it all! Denn nur der Gewinner erhält die dicken Preise. Und leider ist es kein Geld, sondern Sachleistungen (Beratungen von Werbeagentur und Rechtsanwälten sowie Anzeige in Wiwo) im Gegenwert von 250.000 EUR. Klingt ein bißchen nach Mogelpackung oder anders formuliert danach, dass man keine Geldsponsoren kurzfristig aufbringen konnte oder wollte.

Wer trotzdem teilnehmen will, der soll ein Expose von max. 30 Seiten bis zum 8. Juni 2007 an tagebuch(at)wiwo(dot)de schicken. Huch, der Wettbewerb wurde so mit heißer Nadel gestrickt, dass noch nicht mal ein Onlineanmeldeformular erstellt werden konnte. Und wer darf mitmachen? “Teilnahmeberechtigt sind alle Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, deren formelle Gründung bereits erfolgt ist, die aber noch nicht älter als zwei Jahre sind (das kommt uns doch bekannt vor, oder). Das Gründerteam muss aus mindestens zwei Personen bestehen. Die Rechtsform des Unternehmens spielt dafür keine Rolle. Zugelassen sind Unternehmen aus allen Branchen, wobei das Geschäftsmodell so tragfähig sein sollte, dass damit innerhalb von zwei Jahren 20 Arbeitsplätze geschaffen werden können. Eine Finanzierung durch eine Venture-Capital-Gesellschaft oder einen strategischen Investor darf noch nicht stattgefunden haben. Eine Startfinanzierung, etwa durch Business-Angels oder den HighTech-Gründerfonds von bis zu 1,5 Millionen Euro ist aber zulässig.”

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