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Warum traditonelle Firmen-Webseiten deutlich an Bedeutung verlieren werden?

Nachdem es einige Wochen im job&joy-Blog von Jörg Weisner etwas ruhiger geworden ist, legt er jetzt wieder richtig los. Heute hat er den Artikel „Warum traditionelle Corporate Websites irrelevant werden …“ veröffentlicht. An dieser Stelle will ich schon so viel verraten: Für jeden Besitzer einer Firmenwebseite sollte dieser Artikel zur Pflichtlektüre gehören. Contentgeber dieses Artikels ist nicht Jörg selber, sondern Jeremiah Owyang. Er hat den Originalbeitrag „Web Strategy: How to evolve your irrelevant corporate website“ geschrieben und Jörg hat diesen Blogartikel ins Deutsche übersetzt.

Zu Beginn meiner Erläuterungen will ich gleich die Grundaussage von Owyang (in deutscher Übersetzung) zitieren: „Die Unternehmens-Website ist eine unglaubliche Ansammlung von übertriebenem, künstlichen Markenbewusstsein und für das Unternehmen sprechenden Inhalten. Eine Folge davon ist, dass Entscheidungen, denen man vertraut, an anderen Orten im Internet getroffen werden.“ Weiterhin wagt er folgende Prognose: „Ich sage voraus, dass die relevantesten Websites in der Zukunft sowohl von Kunden als auch von Mitarbeitern aufgebaut sein werden. Die effektivsten Webseiten werden einen ausbalancierten Blick aus Sicht des Produkt-Teams wie auch aus Kundensicht bieten – sogar dann, wenn sie Probleme mit dem Produkt haben. Sie werden nicht länger der Einzige sein, der Inhalte auf Ihrer Website veröffentlicht, Kunden, Interessenten und andere Mitglieder Ihrer Community werden direkten Zugriiff haben und Inhalte auf Ihrer Website veröffentlichen.“

Owyang prophezeit weiter, dass auf der Firmenwebseite auch Informationen über direkte Wettbewerber enthalten sein werden und auch auf diese direkt verlinkt wird. Nur durch solche Maßnahmen wird es möglich sein, dass Ihre Kunden Ihre Website wieder als die erste Adresse ansehen, die sie besuchen werden, wenn es um Informationen geht. Derzeit machen sie das nämlich immer häufiger nicht mehr und besuchen erste Ihre Homepage, wenn sie sich schon vorher in Communities etc. ihre Meinung gebildet haben.

Passend dazu hat Klaus Eck den Artikel „Investieren Sie Ihre Zeit ins Bloggen“ veröffentlicht. Hier zeigt er anschaulich in einem Mehrstufenplan auf, wie sich Unternehmer und Manager langsam an das Thema eines eigenen Blogs herantasten können. Aus seiner Sicht muss das step by step geschehen, damit sie nicht gleich wieder aufgeben und nie wieder etwas davon wissen wollen. Ein Blog ist allerdings ein wichtiger Schritt in die Richtung, die Owyang beschreibt.

12 Responses to Warum traditonelle Firmen-Webseiten deutlich an Bedeutung verlieren werden?

  1. bäckenalm sagt:

    warum sollen privatpersonen, unternehmer, organsitaionen,…alle möglichen und relevanten ziel-hps abklappern, wenn das internet mit blogs und businessportalen perfekte plattformen anbietet, wo sich einzelne personen in gruppen zusammenschliessen und über interessante themen diskutieren können.

    ich bin zwar kein unternehmer, geniesse es aber ein teil dieser diskussionen zu sein…vor ein paar tagen habe ich etwa einen einladungslink zu einer neuen kommunikationsplattform, namens bizzlounge bekommen, wo von spitzenunternehmern, philosophen hin zu studierenden und künstlern sich lauter gleichgesinnte treffen und über alle möglichen dinge ansprechen…

    ein beispiel für die sinkende bedeutung von offiziellen hps sind die treffer in suchmaschinen…
    die meisten und auch besten treffer fallen mittlerweile auf blogs, foren, oder eben privat geführten busnisess-portalen…

  2. Mittlerweile gibt es immer mehr Blogs, Foren, Portale etc, so dass ich hier ebenfalls schnell die Übersicht verlieren kann. Zudem habe ich die Vermutung, dass dort zahlreiche Einträge manipuliert sind. Und genau hier besteht zumindest für die Firmen, die sich mit einem Alleinstellungsmerkmal positionieren, die firmeneigene Webseite als Hauptanlaufstelle für bestehende und potenzielle Kunden zurückzugewinnen. Das bedingt aber, dass man auf alle Einträge in der Websphäre über das Unternehmen eingeht und verlinkt und somit eben wieder die zentrale Anlaufstelle wird.

  3. niet sagt:

    in blogs und co ist die weiterempfehlung bzw. meinung momentan sicherlich noch glaubwürdiger. sag ich jetzt mal ganz simpel. dass dabei sicherlich auch viel manipulierter müll zwischenlagert, versteht sich , aber auf welcher firmen-hp nicht?

  4. Mirelle sagt:

    Schließe vor allem dem ersten Posting ab. In Blogs wo speziell über das Thema geredet wird, das mich interessiert, komm ich doch viel schneller zu der gewünschten Info, also wenn ich alle möglichen Firmen mal herausfinden muss, und dann mir ihre Websites anschauen und vergleichen muss. Außerdem versucht jede Firma, sich als das Beste darzustellen, was der Menschheit bis jetzt passiert ist. In Blogs hab ich kurz und prägnant Erfahrungsberichte von Leuten, die es ausprobiert haben. Genau was ich brauche.

  5. bäckenalm sagt:

    was ehrlichkeit und transparenz, aber auch fairness gegenüber der konkurrenz betrifft, haben blogs sicherlich vorteile…und ich hoffe, es bleibt so…

    bei kommunikationsplattformen sieht die sache leider anders aus…da kann man bei den meisten blogs problemlos sich als ex bundeskanzler helmut kohl vorstellen,

    oder mindestens drei leute einer selben plattform schauen gleich aus, nämlich wie johnny depp…

    das alles wirkt sich auf die seriosität diverser (eigentlich gut gemeinter) plattformen negativ aus…

    und da gibt es wiederum plattformen, wo genau auf diese qualitäten wert gelegt wird…nämlich richtiger name, richtiges foto usw…damit eine ehrliche konversation stattfindet…

    zb ist bizzlounge, vielicht gerade wegen dieser richtlinien nicht so groß, aber man weiß, dass es sich um eine reale person handelt, mit der man kommuniziert…

  6. antonia meyr sagt:

    Viele Blogs sind aber auch nicht sehr persönlich, manche stellen einen Namen ans Licht, manche nicht (Habe schon gehört dass ein Blog eigener Karriere eventuell schaden kann).
    Andererseits, glaube ich schon dass die meisten Blogger ehrlich sind und die Sachen beschreiben, die sie wirklich interessieren. Vielleicht mit der Ausnahme von AdSense-blogger.

    Was so eine Kommunikationplattform betrifft, kann es recht interessant – aber vor allem ungewöhnlich werden, wenn die Leute tatsächlich sich „offen zeigen“. Ich finde es ist doch eine Seltenheit in der heutigen „Internet Identity“ Gesellschft…
    Habe zwar diese bizzlounge im Google gefunden, allerdings scheint es wirklich ausgelesen zu sein, ein bloßer Besucher hat keinen Zugang zu Foren: finde es ziemlich verlockend 🙂 Darf ich auch irgendwie rein?

  7. bäckenalm sagt:

    dort darfst bei manchen diskussionen (ohne die erlaubnis des moderators) nicht mal was reinposten…

    was auch gut ist so…

    viele communites haben super angefangen und sind nur aus mangel an seriösen statements eingegangen…

    es ist sehr wichtig, in welche richtung man das image einer plattform (langfristig) lenkt…

    wenn eine plattform openbc heisst, erwarte ich mir eine offene business plattform und wenn eine plattform bizzlounge heisst, erwarte ich mir eben eine business-plattform mit lounge-charakter…

    @antonia: du kannst nur über meinen persönlichen einladungslink rein (diskretion vorausgesetzt…:-)
    https://bizzlounge.com/users/welcome?uid=5910279&pin=2298bb65

  8. […] Vor kurzem habe ich hier im Blog den Artikel “Warum traditonelle Firmen-Webseiten deutlich an Bedeutung verlieren werden?” veröffentlicht. Im wesentlichen geht es in dem Artikel darum, dass Unternehmen den Trend zu Social Networks nicht ignorieren oder bekämpfen sollten, sondern ihre Webseite selber zu einer offenen Community für Kunden, Mitarbeiter und Interessenten entwickeln sollten. Der PR-Blogger Klaus Eck greift diese Thematik jetzt in seinem Artikel “10 Voraussetzungen für die erfolgreiche Social-Media-Kommunikation” ebenfalls auf und gibt wertvolle Tipps dazu. […]

  9. […] Die wichtigsten Regeln für Community-Management Wie man virtuelle Communities aufbaut Erfolgsfaktoren für Aufbau einer Social Community Markenführung im Web 2.0: Community Management 5 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Social-Media-Kommunikation Warum traditonelle Firmen-Webseiten deutlich an Bedeutung verlieren werden? Wie motiviert man Menschen, umsonst zu arbeiten 34 Wege ein eigenes Social Network zu gründen Wahre Fans braucht das Unternehmen Haben Sie noch Kontakt zu Ihren Alumnis? […]

  10. […] knapp drei Jahren prophezeite der Internetguru Jeremiah Owyang, dass auf der Firmenwebseite in Zukunft auch Informationen über […]

  11. […] auf Firmenwebseiten der Zukunft auch Produkte der Konkurrenz dargestellt werden würden (mehr dazu hier). Ansonsten würde die Webseite an Bedeutung verlieren und die Nutzer dorthin wandern, wo dieser […]

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