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Noch Zukunftsivision: Organe aus dem 3D-Drucker

Eines meiner Lieblingsinnovation, über die ich hier immer wieder berichte, ist der 3D-Drucker. Doch jetzt lese ich einen Bericht bei spiegel-online, der alles bisherige in den Schatten stellt. Demnach träumen Wissenschaftler davon, Körpergewebe und Organe zu drucken. Auch wenn es bis zu dieser Vision noch ein weiter Weg ist, so wurden jetzt schon die ersten Schritte gegangen, wie spiegel-online schreibt:

“Paul Calvert von der University of Massachusetts Dartmouth hat gängige Tintenstrahldrucker so umfunktioniert, dass er damit Zellen drucken konnte: Die Tintenpatronen lud er mit Zellen; den Papiereinzug ersetzte er durch eine computergesteuerten Plattform, die die Probe unter der Spritzdüse plazierte. Wie Calvert in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins “Science” (Bd. 318, S. 208) berichtet, war er mit Einzellern wie Bakterien oder Hefezellen schon recht erfolgreich. Im nächsten Schritt druckte er tierische und menschliche Zellen aus und untersuchte, wie viele Zellen den Druckprozess lebend überstanden. Dabei zeigten sich große Unterschiede unter den tierischen Zellen – und das nicht nur beim Drucken, sondern schon bei der Vorbereitung.”

Erste Tests, die Hoffnung machen, wurden mit Eierstockzellen chinesischer Hamster gemacht. Zwar gingen im Druckprozess ca. 25 % der Zellen verloren, aber die Ergebnisse sind damit schon sehr vielversprechend. Um ein funktionierendes Organ zu drucken, müsse man aber erst noch durchschauen, wie die Zellen miteinander kommunizierten. Darin besteht noch die größte Hürde, um der Vision einen gewaltigen Schritt näher zu kommen.

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3 Responses to Noch Zukunftsivision: Organe aus dem 3D-Drucker

  1. Horst sagt:

    3-D-Drucker können heute bereits eine Menge Dinge produzieren: Henkeltassen, Autoersatzteile, aber auch künstliche Knochen ! Wir sind auf dem Weg zur Heimfabrik-mit anderen Worten: aus Kunden werden Produzenten – in beliebig veränderbarem Design dämmern virtuelle Taschen, Stühle, Aschenbecher und Blumenvasen ihrer Materialisierung entgegen.
    Forscher Neil Gershenfeld vom Massachusett Institute of Technology bastelt an solchen Maschinen. Im Media Laboratory des MIT, steht ein Dishmaker, der auf Knopfdruck Tassen, Teller oder Schüsseln aus Kunstoff produziert.Jeder Mensch kann damit Dinge erschaffen, die er schon immer haben wollte.
    In diesem Zusammenhang gibt es auch eine neue Wortschöpfung (die uns noch öfter begegnen wird):
    “Prosument” – der Konsument wird zum Prosumenten !

  2. […] 3D-Drucker soll in einigen Jahren für 1.000 USD erhältlich sein und langfristig Organe “drucken” können Derzeit gibt es schon sehr gute Farbdigitaldrucker für unter 1.000 EUR. Viele Druckereien fluchen. Doch was passiert, wenn es in wenigen Jahren 3D-Drucker für unter 1.000 EUR geben wird. Können dann die Modellbauer einpacken? Wird dann etwas jedes Wohnzimmer zur Produktionsstätte. Und was passiert erst, wenn man in einigen Jahren Organe drucken kann. Spiegel-Serie: Energien der Zukunft Schon seit Jahrzehnten wissen wir, dass Erdöl und Gasvorkommen sehr begrenzt sind. Alternative Energiekonzepte sind deshalb elementar wichtig. Es gibt mittlerweile viele Ideen, wie z.B. “grüne Atomenergie”, Kaltfusion, Solarsatelliten, Designermikroben, Gezeitenkraftwerke…Es wird eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre werden, nachhaltige neue Energiekonzepte marktreif zu machen. Wireless Strom Heute ist es selbstverständlich, dass wir mit unserem WLAN-Notebook überall im Bürogebäude oder im Wohnbereich arbeiten können, ohne ein Kabel mitführen zu müssen. Wenn das auch für das Stromkabel gelten würde. Die Firma Fulton Innovation hat 2007 auf der CES in Las Vegas die Technologie ecoupled vorgestellt, mit der man in Zukunft Geräte mit Strom versorgt werden, indem man sie nur in die Nähe einer Ladestation bringt. Dabei wird der Strom durch Induktion übertragen. Benzin aus Abgasen gewinnen Mit Hilfe der sog. “Greenbox” sollen die Autoabgase “gefangen” werden können. Mit Hilfe einer chemischen Reaktionen werden die Abgase in Algenfutter umgewandelt. Und aus Algen kann man wieder Benzin herstellen. So einfach wird der Kreislauf “Benzin-Abgas-Benzin” geschlossen. Es klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Wird das Getreide in Zukunft in Hochhäusern angebaut? Bis vor kurzem wurde für Frankfurt noch ein Büroleerstand von mehr als 2 Mio. Quadratmeter vermeldet. Wenn es nach Dr. Dickson Despommier von der Columbia Universität geht, könnte das Problem des Leerstandes durch eine revolutionäre Idee gelöst werden. Er empfiehlt sog. Vertical Farms aufzubauen. In großen Gewächshäusern in den Städten sollen die Felder übereinander angeordnet werden. Das wäre ein enormer Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft. Pal-V: das fliegende Dreirad John Bakker hat zusammen mit NRL, der niederländischen DASA, in einem Zeitraum von 6 Jahren das Personal Air / Land Verhicle (PAL-V) entwickelt. Nachdem er die ersten Investoren überzeugen konnte, gründet er vor kurzem die PAL-V Europe, um die Kombination aus Dreirad und Hubschrauber herzustellen. Stararchitekt Norman Foster plant emissionsfreie Stadt in Abu Dhabi Das Projekt von Foster + Patners lautet: „Zero carbon, zero waste city“ und wurde am 8. Mai 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Basis dieser Stadt wird ein riesiges Feld mit Photovoltaikanlagen sein, um die herum die Gebäude errichtet werden. Die Umgebung der Stadt soll mit Wind- und Photovoltaik-Farmen bebaut werden, um die Energieversorgung der Stadt sicher zu stellen. Es wird große Stadtmauern geben und eine dichte Architektur, die viel Schatten spenden wird, was bei Temperaturen von 50 Grad Celsius aus notwendig sein wird. City Car Konzept: Platzsparendes Elektroauto kombiniert mit einem Mietkonzept Das MIT macht sich in der Studie “City Car” Gedanken über das Mobilitätskonzept in Städten in der Zukunft. Demnach können die Fahrzeuge ineinander gesteckt werden, weil die Fahrgastzelle nach oben geklappt werden kann. Viele kennen diese Funktionsweise von den Gepäckwagen am Flughafen. Die Fahrzeuge werden selbstverständlich mit einem reinen Elektromotor angetrieben. Zudem sollen die Fahrzeuge im Rahmen eines Mietkonzeptes zur Verfügung gestellt werden. Und noch ein Open Source Car Projekt: c,mm,n aus Holland Bis jetzt kennen wir das Open-Source-Prinzip bei der Entwicklung von Software oder Content. Doch in Zukunft werden auch immer mehr Produkte im Rahmen von Open-Source-Projekten hergestellt. Und auch vor so komplexen Produkten, wie Autos, wird nicht mehr haltgemacht. Wikia Search will die bessere Suchmaschine entwickeln Seit dem 24.12.2007 können ausgewählte Personen die neue Suchmaschine WikiSearch testen, die der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales auf Basis des wiki-Prinzipies entwickelt hat. Jimmy hat gute Chancen, ähnlich wie damals mit Wikipedia, neue Maßtstäbe zu setzen. […]

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