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Augmented Reality als Verkaufstreiber im ECommerce

Stationäre Händler stöhnen darüber, dass sich Kunden erst bei Ihnen vor Ort informieren und anschliessend im Internet prüfen, ob sie dort das Produkt nicht noch etwas günstiger bekommen können. Es läuft aber auch umgekehrt. Kunden informieren sich erst im Web und kaufen dann vor Ort ein, weil sie z.B. dort die Produkte anprobieren können und dann auch in Kauf nehmen, dass das Produkt im stationären Einzelhandel etwas teurer ist. Das ist den ECommerce-Anbietern natürlich ein “Dorn im Auge”. Und man hofft, dass Augmented Reality Innovationen dabei helfen, dass noch mehr Geschäft ins Internet verlagert werden kann. Wir haben bereits im Juni 2010 hier im Blog viele Beispiele im ECommerce-Segment aufgezeigt. Seitdem hat sich die Welt weiter gedreht.

Mittlerweile gehört es fast zum Standard, dass man die verschiedensten Kleidungsstücke und Accessoires virtuell anprobieren kann. Darauf sind wir im Posting aus dem Jahr 2010 schon sehr intensiv eingegangen. Neu ist nur, dass man diese Anwendungen nicht nur in den USA und Asien nutzen kann, sondern auch in Deutschland. Was ich hier noch nicht gesehen habe, ist die virtuelle Schmuckstückanprobe. Deshalb habe ich dieses Beispiel für diesen Artikel herausgepickt, damit sich entsprechende Anbieter in Deutschland davon inspirieren lassen.

Introducing Bodymetrics for Your Living Room from Razorfish – Emerging Experiences on Vimeo.

Gerade im Kleidungssektor reicht es heute nicht mehr aus, eine zweidimensionale virtuelle Anprobe per Internet anzubieten. Dank Kinetic Box & Co. sind die Vermessungstechnologien so günstig geworden, dass man sich auch zu Hause dreidimensional vermessen lassen kann und damit auch die Retourenquote der ECommerce-Shops deutlich senken kann. Denn letztlich geht es heute nicht mehr darum, Umsatz um jeden Preis zu machen, sondern auch gute Gewinne zu erzielen. Höhe Retourenquoten können hier einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Bodymetrix bietet eine passende Lösung für das Problem an, wie man oben im Video sehen kann.

Ein wichtiges Hilfsmittel für Augmented Reality Anwendungen in Zukunft ist das Smartphone. Besonders gut gefällt mir in diesem Zusammenhang die App uDecore. Mit dieser App kann man sein einzurichtendes Zimmer fotografieren und Möbel aus dem Anbieterkatalog auswählen, um zu prüfen, ob das Möbelstück wirklich ins Zimmer passt, sowohl was die Größe, die Form als auch die Farbe angeht. Das geht so verblüffend einfach, dass ich mich wundere, warum Apple nicht solche Anwendungen in Form von Werbespots präsentiert. Dadurch können aus meiner Sicht ganz neue Käuferschichten für das iPhone begeistert werden. Wer noch mehr Beispiele anschauen will, dem sei ein aktueller Artikel im etailment-Blog empfohlen.

6 Responses to Augmented Reality als Verkaufstreiber im ECommerce

  1. Sehr informativer Artikel. Dankeschön!

  2. Dominik Lux sagt:

    Das könnte meiner Barbara gefallen..

    ich werds hier zeigen, ich glaub das gefällt ihr

  3. […] wünschen, um einen Plan online zeichnen zu können. Vor einiger Zeit habe ich z.B. über uDecore berichtet, die eine hilfreiche PlanungsApp anbieten. Evtl. wäre auch eine Zusammenarbeit mit […]

  4. […] und zielsicher werden, Augmented Reality sei Dank. Über ähnliche App-Anwendungen habe ich hier im Blog schon vor über einem Jahr […]

  5. […] helfen dabei, die virtuelle mit der realen Welt zu verbinden. Leser von mir wissen, dass uDecore einer meiner Lieblingsanwendung in diesem Bereich war. Mit dieser App, die es wohl nicht mehr gibt […]

  6. Peter sagt:

    Ein toller Artikel aslo danke! weiter so

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