In Idee - Bildung, Idee - NonProfit, Trends

Die Trade School (Barter for Knowledge) etabliert sich auch in Deutschland

Die Idee des Tauschhandels (Bartergeschäfte) hat im Rahmen der Finanz- und Eurokrise (die in vielen Ländern bis heute anhält) wieder eine “kleine” Renaissance gefeiert. Das Ganze wird durch den Sharing-Trend noch “befeuert” und damit auch vom “Krisen-Malus” befreit. Und so haben sich im Jahr 2009 Louse Ma, Rich Watts und Caroline Woolard (drei Mitgründer von OurGoods) im Rahmen einer Brainstorm-Session Gedanken darüber gemacht, in welchen Anwendungsbereichen Bartergeschäfte Sinn machen. Sie kamen schliesslich auf die Idee, die “Trade School” zu “gründen2.

Die Idee hinter der Trade School ist, dass die Schüler den Referenten nicht mit Geld bezahlen, sondern mit Sach- oder Dienstleistungen. Wenn ein Referent z.B. seine Schüler darin unterrichten will, wie man Butter selbst herstellt, dann könnten die Schüler die Zutaten oder nötigen Maschinen mitbringen. Ein anderer Schüler könnte den Schulungsraum oder eine Showküche zur Verfügung stellen. Und ein anderer Schüler könnte das Rezept ausdrucken und mitbringen. Und wiederum andere Schüler könnten die Veranstaltung promoten oder nötige Sponsoren ansprechen. Das Konzept erinnert sehr an Barcamps, wenn auch mit einer anderen Ausrichtung.

Im Frühjahr 2010 gab es den ersten Markttest. Ab dem 25.3.2010 fanden innerhalb von 35 Tagen 76 Workshops mit mehr als 800 Teilnehmern in den Räumen von Grand Opening in New York statt. Das Experiment wurde im April 2011 wiederholt. Und im Jahr 2012 wurde eine Aktionsseite online gestellt sowie aktiv für dieses Konzept Werbung betrieben. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Bisher wurden in fast 50 Städten rund um die Welt Trade School Workshops angeboten. Neben New York, London, Moskau, Rio de Janeiro, Toronto, Manila, Paris, Barcelona und Athen haben oder werden auch in deutschen Städten Trade School Workshops stattgefunden bzw. stattfinden: Berlin, Halle, Köln und Wiesbaden.

Gefunden auf Social Start-Ups

Schreibe einen Kommentar