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Self Publisher belegen (erstmals) komplett die Kindle eBooks Top 10 in Deutschland

Matthias Matting hat letzten Mittwoch in seiner Self Publisher Bibel folgende Meldung verbreitet: „Der 29. Januar 2014 müsste eigentlich in die Geschichte eingehen – heute kommen die zehn meistverkauften eBooks bei Amazon erstmals alle von unabhängigen Autoren.“ Als Beweis hat er einen Screenshot der Amazon-Webseite beigelegt. Die Meldung verbreitete sich schnell via Facebook und Co.

Was fällt einem spontan an diesem Ranking auf? Der Preis ist heiß! Das teuerste EBook im Top10-Ranking kostet 3,99 EUR. Die Nr. 1 kostet 0,99 EUR. Mann kann aber nicht durchgehend sagen, dass das Buch umso höher im Ranking steigt, umso billiger es ist. Aber es scheint schon eine Preisgrenze zu geben. Und das ist bitter für viele traditionellen Verlage, der Kostenstrukturen solche Preise häufig (noch) nicht zulassen.

Was fällt noch auf? Die Bücher stammen aus der Belletristik. Sie haben ein aufwendig gestaltetes Cover. Die Buchtitel sind sehr kurz. Der Seitenumfang der Bücher ist gemessen am Preis relativ groß. Sind das alles Zufälle? Nein. Ich habe im Mai 2013 hier im Blog Ausschnitte aus einer Studie veröffentlicht, die sich mit den Erfolgsfaktoren von SelfPublishern beschäftigt. Und alle wichtigen Erfolgsfaktoren werden im o.g. Top-10-Ergebnis bestätigt. Das kann kein Zufall sein.

Und was machen die traditionellen Buchverlage? Sie reden den EBook-Trend klein. Logisch. Wenn man das EBook im Verlag nur unwesentlich billiger verkauft als die gebundene Ausgabe, dann muss man sich nicht wundern, dass der EBook-Boom im eigenen Verlag ausbleibt. Vielleicht braucht es Meldungen wie oben, um die traditionellen Verlage aufzuschrecken. Aber ich glaube nicht daran. Vielmehr glaube ich, dass der Selb-Publishing-Trend an Fahrt aufnehmen wird. Die wichtigsten Wachstumstreiber dafür habe ich hier aufgelistet.

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