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Warum auch Digitaldruckereien eine lukrative Nische finden sollten

Mittlerweile gibt es eine Schwemme von Digitaldruckereien. Sie buhlen nicht nur in ihrer Stadt um Kundschaft, sondern im Internet weltweit um Aufträge. Wie kommt man an Kunden? Indem man sich z.B. in allen Internetauftragsbörsen einträgt, die einem „über den Weg laufen“. Und was ist bei einem Angebot in aller Regel das Differenzierungsmerkmal? Der Preis. Doch wie soll man den günstigsten Preis anbieten und gleichzeitig über die Runden kommen? Die Antwort lautet: Mischkalkulation. Bei einem Produkt ist man Preisführer und bei den anderen Produkten schlägt man eine dicke Gewinnmarge auf. Das Kalkül: Der Kunde bestellt alle Druckwaren bei mir und dann komme ich „unterm Strich auf meine Kosten“ und vielleicht auch ein bisschen mehr. Diese Rechnung geht allerdings in dieser transparenten Welt nur selten auf.

Das Zauberwort für gute Umsätze und hohe Gewinnmargen lautet auch hier: Spezialisierung. Ich will das an einem fiktiven Beispiel exemplarisch erklären: Wie wäre es z.B., wenn man sich auf den Druck von Speise- und Getränkekarten für die Gastronomie spezialisieren würde. So könnte man der Zielgruppe zahlreiche Vorlagen anbieten, aus denen die Gastronomen auswählen können. Natürlich sollte die Karte auch als PDF kostenlos z.B. für den Versand einer Mail oder Download auf der Webseite zur Verfügung gestellt werden. Eine Werbehinweis auf der Speisekarte zeigt allen, wo diese Karte erstellt wurde. Da es zahlreiche Getränkehersteller und andere Lieferanten gibt, die Getränke- und Speisekarten sponsoren, wäre eine Kooperation mit solchen Partnern unabdingbar und würde dazu führen, dass ich als Druckerei meine Leistung dem Kunden grundsätzlich kostenfrei oder stark vergünstigt anbieten kann und die Getränkepartner meine Vertriebskooperationspartner werden könnten. Mit vielen Extras auf meiner Webseite, wie z.B. einem Getränkeaufschlagskalkulator, lizenzfreie Bilder,… könnte ich viele Interessenten auf meine Seite locken. Zudem würde ein Kooperation mit Webseiten wie z.B. abseits.de oder speisekarten-seite.de Sinn machen, z.B. In Form einer Werbe- oder Contentkooperation und die gezielte Ansprache von DEHOGA, AHGZ,….

Ich will nicht ausschliessen, dass es genau solch ein oben beschriebenes Angebot schon gibt, auch wenn ich es nach erster Recherche nicht gefunden habe. Auch will ich nicht ausschliessen, dass nicht alle Partner für entsprechende Kooperationen zur Verfügung stehen. Deshalb kann eine gute Idee keine Marktrecherche ersetzen. Und deshalb ist obiges Beispiel auch nur exemplarisch. Aber genau an solch einem Beispiel kann man gut veranschaulichen, dass eine Nischenpositionierung fast immer verschiedene Elemente beinhaltet. Im Mittelpunkt steht immer der Kunde, dem eine maßgeschneiderte Lösung zum konkurrenzfähigen Preis angeboten wird. Das Salz in der Suppe sind besondere Extras, möglichst exklusive Kooperationen und Viralmarketingkomponenten (Namensnennung des Herstellers auf allen Karten). Eins steht fest: Man sollte als Digitaldruckerei so lange nicht ruhen, bis man genau die Nischen gefunden hat. Das müssen ja keine Getränke- und Speisekarten sein. Das können auch Abi-Abschlussjahrbücher, Schülerzeitungen, oder, oder, oder sein. Wer sucht, der findet 🙂

17 Responses to Warum auch Digitaldruckereien eine lukrative Nische finden sollten

  1. Das ist eine tolle Idee. Ich habe das für kurzer Zeit umgesetzt. Ich hab mich auf Digitaldruck-Etiketten auf Rolle spezialisiert. Es freut die Kunden weil dafür keine Filmkosten und Klischeekosten anfallen. Die Qualität lässt keine Wünsche offen. Freue mich auf einen Besuch auf der Seite. Mit freundlichen Grüssen aus Gröbenzell bei München

  2. Genau die richtige Entscheidung sich auf Nieschenprodukte zu spezialisiren. Wir veredeln sehr viele Digitaldrucke mit Stahlstichdruck oder Heißfolienprägung. Auch das bedrucken von dicken Papieren und Kartons im Digitaldruck spielt eine große Rolle.

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