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Erfolgsstory des demokratischen Modelabels „Front Row Society“ geht in die nächste Runde

Front Row Society ist eine globale Modemarke, bei der Künstler und Designer aus der ganzen Welt an regelmäßigen Designprojekten teilnehmen und ihre Entwürfe einreichen. Wie hier im Blog schon berichtet, hat das Startup im September 2012 und im Frühjahr 2013 via Seedmatch insgesamt mehr als 350.000 Euro einsammeln können. Um das weitere Wachstum finanzieren zu können (z.B. um die Produktpalette zu erweitern und die Auslandexpansion zu stemmen), möchte Front Row Society ab Donnerstag, den 22.5.2014, auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch im ersten Schritt weitere 150.000 Euro einsammeln. Der Erfolg hat auch seinen Preis. Die Unternehmensbewertung liegt bei diesem Funding mittlerweile bei 3.847.000 €. Beim ersten Funding im Jahr 2012 lag die Unternehmensbewertung noch bei 1.593.000 €.

Front Row Society wächst schnell, wenn auch nicht so schnell wie prognostiziert: Das Geschäftsjahr 2013 wurde mit einem Umsatz von 674.000 EUR abgeschlossen, was im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von fast 540% ist. Dies war ein großer Schritt nach vorne, auch wenn der ursprüngliche Planumsatz für 2013 nicht ganz erreicht wurde. Dafür gibt es mittlerweile mehr als 40.000 Community-Mitglieder, die mit darüber abstimmen können, welche Entwürfe in die engere Auswahl kommen (im letzten Schritt entscheidet eine Jury). Beeinruckend finde ich, dass 90 % der Mode über den Fachhandel verkauft wird.

Dank des Fachhandels ist ein Großteil der Umsatzprognose für nächstes Jahr schon „abgesichert“. Im Geschäftsjahr 2014 soll voraussichtlich ein Umsatz von ca. 1,4 Mio. EUR erzielt werden. Hiervon sind bereits mehr als 60% durch Vorbestellungen abgedeckt. Weitere 25% sollten durch Vorbestellungen für die noch offene Saison im Winter 2014 erzielt werden. Weiterhin erfreulich ist, dass sich Front Row Society erfolgreich im Premium-Segment festgesetzt hat. Die Folge: Die Hälfte der Auftragseingangs für Herbst/Winter 2014/15 besteht aus Produkten mit Endverbraucherpreisen zwischen 89 und 259 EUR, während der höchste Preispunkt in 2013 noch bei 59 EUR lag.

Mittlerweile ist das Modelabel im D-A-CH-Gebiet in fast allen wichtigen Premium-Kaufhäusern wie z. B. dem KaDeWe in Berlin, Breuninger, dem Hamburger Alsterhaus und Lodenfrey in München vertreten. Die Zahl der Key-Account-Vertriebspartner konnte seit Anfang 2013 von 6 auf 30 gesteigert werden. Key-Accounts sind für uns Kunden, die in der Modebranche weltweit für ihre einzigartige Auswahl und ihr Konzept bekannt sind und signifikante Bestellvolumina haben. Die Anzahl der Verkaufspunkte insgesamt konnte seit Anfang 2013 um 390 auf 630 mehr als verdoppelt worden. Dafür ist der Online-Handel weniger schnell als erwartet gewachsen.

Trotz der Erfolge braucht es viel frisches Eigenkapital, das neben der Crowd auch durch private Leadinvestoren eingesammelt wird. Die Herausforderung ist die Finanzierung der langen Zyklen zwischen der Vorfinanzierung für Produktion und der Bezahlung durch die Kunden. Das Modegeschäft ist eben zyklisch, kapitalintensiv und überdurchschnittlich riskant. Das sollten Investoren nie aus den Augen verlieren. Aber das Investment in Front Row Society stellt mehr als eine Kapitalanlage dar. Die Crowdinvestoren ermöglichen dadurch auch, dass viele unbekannte, junge Designer die ersten Erfolge hier verbuchen und dadurch den Durchbruch schaffen. Insofern handelt es sich auch um einen Gründungs-Förderer für Modedesigner.

Warnhinweis: Selbstverständlich handelt es sich hier nicht um eine Anlage- oder Beteiligungsempfehlung. Wir übernehmen keine Haftung für Fehlinvestments. Vielmehr ist unser Ziel, hier innovative Projekte und StartUps mit Vorbildcharakter vorzustellen, um die Leser zu inspirieren. Weiterhin wollen wir die weitere Entwicklung erfolgsversprechender Unternehmen weiter begleiten.

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