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koawach – Der Kakao für Erwachsene als Alternative zum Kaffee

Der Kolumbianer Daniel Duarte und der Deutsche Heiko Butz haben sich 2012 in Köln durch ehrenamtliches Engagement im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens kennen gelernt und beschäftigen sich seitdem mit fairen Geschäftsmodellen, die Bauerngenossenschaften in Lateinamerika unterstützen. Schnell kam die Idee auf, ein neues Getränk zu „designen“ und sich damit selbständig zu machen. Der Wachmacher „Guarana“ war Bestandteil aller Getränkemischungen, mit denen die Jungunternehmer in spe damals in der WG-Küche 2013 herumexperimentiert haben. Freunde und Bekannte waren die Versuchskaninchen.

Durch den starken Eigengeschmack von Guarana fielen beim Test viele Mischungen durch. Letztlich konnten die Mischungen mit Guarana und Kakao am besten „punkten“. So entstand die Idee, das Getränk als Kakao für Erwachsene zu positionieren, quasi als Wachmacheralternative zum Kaffee. Man sah schnell die Chance, sich mit diesem Produkt einmalig in der Gastronomie und Handel zu positionieren. Das Ziel war schnell, den Kakao als cooles Getränk für Erwachsene zu präsentieren. Im Gegensatz zum Kaffee ist das Getränk deutlich magenschonender und erinnert zudem an den Geschmack der Kindheit, ohne so süß zu schmecken.

Ohne Businessplan ging es dann los, den Markt zu erobern und die ersten Kakaopulver-Charge herzustellen. Der erste Durchbruch war der Auftritt auf dem Entrepreneurship Summit. Dort konnten sie ihren ersten Markttest machen und erste Käufer für ihr Produkt begeistern. Viele davon sind heute noch Stammkunden. Weiter ging es mit dem Auftritt als Aussteller auf der INTERNORGA in der Newcomer-Area. Damit konnten sie auch am Wettbewerb „Zukunftspreis der INTERNORGA“ teilnehmen und kamen damit in die Finalrunde, wenn sich auch nicht als Sieger hervorgingen. Sie erhielt dadurch sehr viele wertvolle Kontakte zu potentiellen Vertriebs- und Kooperationspartnern.

Im Oktober 2013 hat Heiko damit begonnen, an der TU Berlin das Studium „Innovationmanagement und Entrepreneurship“ begonnen. Im Rahmen des Venture Campus hat Heiko zusammen mit anderen Teammitgliedern der Arbeitsgruppe einen Business Plan erstellt, um auch an Business Plan Wettbewerben teilnehmen und erfolgreich abschneiden zu können. Zudem hilft der Business Plan jetzt dabei, den Durchbruch des Unternehmens und die weiteren Schritte zu planen. Jetzt hat Heiko genug Praxiserfahrungen und Input, um einen validen Plan zu erstellen.

Nicht immer ging alles geradeaus voran. Als Produktname wurde ursprünglich „GUAfair“ gewählt. Schnell erkannten die Gründer, zu sehr in die „alternative Ecke“ gesteckt zu werden. Deutlich glücklicher sind sie mit dem aktuellen Produktnamen „koawach“. Dieses Name bringt den Spirit des Produktes besser rüber. Deshalb sind jetzt alle bereit, durchzustarten. Der nächste Schritt war eine Crowdfundingaktion bei startnext, die im Dezember 2014 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Dank der Fundingsumme konnten die Gründer jetzt eine direkte Handelspartnerschaft zu den Guaranabauern in Brasilien aufbauen und müssen nicht mehr den Umweg über eine Handelsgenossenschaft gehen.

Jetzt gilt es, neben dem Onlinevertrieb auch genug Offline-Vertriebspartner zu finden, um koawach zum Topseller zu machen. So wacht der Einzelhandel langsam auf. Im KaDeWe Berlin und bei Veganz in Hamburg gibt es die Trinkschokoladen bereits. Mit Kaiser’s Tengelmann wurden in Berliner und Münchner Filialen ein großer Markttest durchgeführt. Im nächsten Schritt sollen dann Einzelhändler in ganz Deutschland folgen. Parallel sollen auch Gastronomen angesprochen werden, das koawach-Kakao ins Verkaufssortiment aufzunehmen.

Als ob das nicht genug wäre, werden immer wieder neue Produktsorten ins Sortiment aufgenommen. koawach gibt es jetzt in den Geschmacksrichtungen Zimt-Kardamom, Chili und Zartbitter, Und es wurden auch zwei Kakaosorten für die kleinen Genießer ins Programm aufgenommen, damit die Eltern mit ihren Kindern gemeinsam koawach-Kakao trinken können, die einen mit, die anderen ohne Guarana. Und letztlich werden auch immer mehr Rezepte entwickelt und veröffentlicht, in denen der koawach-Kaffee eine wichtige Rolle spielt. Dazu gehören Cocktailrezepte genauso wie Backrezepte. Die koawach-Macher hoffen, dass ihre Kunden und Vertriebspartner viel mit ihrem Produdkt experimentieren und damit auch neue Anwendungen und Märkte erschließen.

Wollt Ihr noch mehr über die Gründungsgeschichte von koawach erfahren. Im Leinen-Los-Blog gibt es ein 25-Podcast-Interview mit dem Gründer Heiko Butz.

6 Responses to koawach – Der Kakao für Erwachsene als Alternative zum Kaffee

  1. David sagt:

    Ich habe auch Koawach bestellt, meine Erfahrung ist schlecht und bin angepöbelt und beschimpft worden. Ich fragte nach 7 Tage lediglich und normal, wann ich mit der Sendung rechnen kann.

    Dann kam eine Antwort, bei der ich dachte im falschen Film zu sein. Nach dem Motto: Ich habe Sie jetzt lange beraten, da müssen Sie halt warten. Zum Produkt: Es geht, nichts Neues, es hält kurz wach aber wahrscheinlich bin ich auch auch aufgrund des miserablen und unfreundlichen Service schon lustlos und verägert an das Produkt herangegangen.

  2. Katja sagt:

    Das klingt ja nicht so positiv… ich war jetzt total an einer Bestellung interessiert, bin aber am Zögern,wenn ich das über den Service so höre.

  3. Julius sagt:

    Ja das muss ich Katja zustimmen. Gibt es mitterweile noch weitere Stimmen bezüglich des Services? Dann würde ich mir eine Bestellung auch überlegen!

  4. Anja sagt:

    ich habe koawach im Supermarkt „Lestra“ in Bremen bekommen, kann man dort auch online bestellen. Bis jetzt habe ich „kardamon-zimt“ probiert, fand es sehr lecker, vor allem nicht so süß und es hatte auch den gewünschten Effekt eines Muntermachers, vergleichbar mit einer Tasse Kaffee, also meinen Erwartungen entsprechend.

  5. Nadja sagt:

    Ist eine super Idee, muss ich mir mal kaufen und ausprobieren. Liebe nämlich auch den schockoladigen Geschmack, bin echt gespannt, wie das Getränk schmeckt! Ich glaube ich habe die beiden schon mal bei der Sendung „Höhle der Löwen“ gesehen – kann das sein? LG

  6. Dieckvoß sagt:

    Ich wünsche mir eine Aussage über die Kakaopflanzentypen, Kakaogemische, die verwendet werden, also über einen Verschnitt.Hinweis über die Chemiebelastung.

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