In Marketing - Probe

Frosta-Bistro – Marketinggag oder wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Marketingstrategie?

Und wieder versucht ein Hersteller der Lebensmittelindustrie, diesmal der Tiefkühlkostanbieter Frosta, mit einem firmeneigenen Gastronomiebetrieb erfolgreich zu werden. Am letzten Mittwoch war die offizielle Eröffnung in der Johannisstraße Hamburg (gleich neben dem Rathaus). Bereits am 15.11. wurden die Tore des Bistros geöffnet. Im hauseigenen Blog wurden Fotos während der Entstehungsphase veröffentlicht. Die schönsten Fotos habe ich bisher bei Archimage Architekturfotografie gefunden.

In der Bloggerszene hat das Frosta-Bistro schon für Furore gesorgt, nachdem es das Lieblingsgetränk vieler Blogger, Bionade, wegen des Zusatzes natürlicher Aromastoffe nicht ins Sortiment des Bistros aufgenommen hatte. Flugs kam eine Richtigstellung. Leider kann ich bis heute Bionade noch nicht in der Speisekarte finden. Dafür aber Coca Cola. Häääh, haben die jetzt eine Öko-Cola?

Was steckt genau hinter dem Frosta-Bistro-Konzept? Bisher konnte ich darüber im Blog wenig in Erfahrung bringen, obwohl sich solch ein Medium gerade dazu anbieten würde. Ein interessantes Zitat habe ich dann doch im Blog gefunden: „Vor etwa 6 Monaten hat Barbara Hinrichs bei uns ein Praktikum angefangen. Wir haben ihr gesagt, dass wenn sie ein Bistro Konzept entwickelt und gleichzeitig ein gutes Lokal in Hamburg findet, bekommt sie den Job als Restaurant Managerin!“

In einem aktuellen Artikel der Welt habe ich dann das nächste wichtige Zitat gefunden: „Wir wollen näher am Verbraucher sein und testen, wie auf unsere Produkte reagiert wird“, sagt Felix Ahlers, Sohn des Firmenchefs Dirk Ahlers.“ Sicherlich werden bald auch die „Produktneuentwicklungen“ im Bistro vorab getestet. Eine praxisnähere Marktforschung kann es nicht geben. Vielleicht ist das auch die Erklärung, warum das Unternehmen aus Bermerhaven das erste Bistro in Hamburg eröffnet hat. Denn hier ist der Sitz der Marketingabteilung.

Wie man es auch den Kommentaren im Frosta-Blog entnehmen kann, ist das Frosta-Bistro eine gelungene PR-Maßnahme. Viele Blogger, wie z.B. der Shopblogger oder Gerhard Schoolmann vom Abseits-Blog, haben über die Eröffnung berichtet. Eine offizielle Pressemitteilung über die Eröffnung habe ich auf der Webseite von Frosta nicht gefunden. Vielleicht ist das eine Erklärung, warum ich außer dem Bericht in der Welt noch keinen Bericht in der überregionalen Presse finden konnte.

Insgesamt kann Frosta mit dem Bistro beweisen, dass die Tiefkühlkost von Frosta durch das „Frosta Reinheitsgebot“ besser schmeckt als das der Konkurrenz. Zudem eignet sich das Frosta-Bistro auch für die Einbindung in ausgewählte Marketingkonzepte. So kann man z.B. die neue „Brigitte-Frosta“-Diät im Bistro ausprobieren.

Fazit: Vielleicht gelingt ja Frosta mit der Eröffnung des Bistros auch der „Durchbruch“ Ihres Reinheitsgebotes. Insgesamt kann das Bistro ein sehr wichtiges PR-, Marktforschungs- und Marketingelement für Frosta werden. Immerhin wird das Bistro direkt auf der Startseite von Frosta beworben.

Eine kleine Anmerkung: Wir hier in Frankfurt lieben das Maggi-Bistro so sehr wegen des Maggi-Kochstudios im hinteren Bereich. Unser Besuch mit den Wirtschaftsjunioren vor vielen Jahren war ein riesiger Erfolg. Zudem ist das Maggi-Bistro sehr zentral gelegen. Wenn ich es den Berichten richtig entnommen habe, ist das Frosta-Bistro nicht so günstig gelegen. Dafür ist die Architektur innen wie aussen „unschlagbar“.

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