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trigami – Wie alles begann und was ich davon halte

Seit einigen Tagen wird in der deutschen Blogsphäre über fast nichts so hitzig diskutiert, wie über die vermeintliche Abstrafaktion von Google gegenüber von Paid-Link-Anbietern bzw. Paid Link Nutzern. Von Verschwörungstheorien bis zum angeblichen Machtmißbrauch von Google ist u.a. die Rede. Robert Basic hat mit seinen Artikeln hier und hier so einiges ausgelöst. Wenn man sich die Kommentare in seinen Postings anschaut, dann haben dies viele Blogger als Steilvorlage genutzt und hauen jetzt richtig (auf Google) drauf. Aus meiner Sicht werden in der Diskussion viele Dinge vermischt bzw. polemisch oder unvollständig dargestellt. Als Nicht-Experte in diesem Bereich kann man schnell den Überblick verlieren bzw. muss sich mühsam durch viele Kommentare und Artikel durcharbeiten. Am hilfreichsten war für mich der Artikel in Wullfy´s (SEO) Hilfeblog. Danke Franz für den Tipp.

Viel mehr Raum will ich dieser unleidigen Diskussion nicht einräumen. Vielmehr will ich mich der Idee von trigami widmen: Bei trigami können Kunden Blogger mit dem Schreiben von Blog-Einträgen über ihre Produkte und Dienstleistungen beauftragen, die jeweils in redaktioneller Freiheit und klar gekennzeichnet veröffentlicht werden. Eine Rezension kostet derzeit zwischen 10 und 200 EUR bzw. 20 und 350 CHF (abhängig von Reichweite und Qualität des Blogs). Im Durchschnitt kostet eine Rezension 50 EUR bzw. 85 CHF. Der Vorteil für den Kunden besteht darin, dass er einen redaktionellen Artikel erhält und dadurch sehr prominent im Blog für ihn geworben wird. Denn im Gegensatz zu Bannern erscheinen die trigami-Artikel im Zentrum des Blogs (Textteil) und auch via RSS-Feed. Auf der anderen Seite besteht auch die Gefahr, inhaltlich vom Blogger zerrissen zu werden, weil der Auftraggeber keinen Einfluss auf den Text des Bloggers hat. Ich zitiere einen bekannten TV-Moderator“RIIIIISIKO“.

Was gefällt mir an trigami? Die Schweizer Jungs entwickelten eine innovative Geschäfsidee mit Alleinstellungsmerkmal in eine sehr lukrativen Wachstumsmarkt (Online-Werbemarkt). Ein hohes Werbebudget wird nich benötigt, weil die Blogerkunden schon für genug Bekanntheit von trigami sorgen: Bei jedem von trigami in Auftrag gegeben Artikel ist ein kleiner „trigami“-Schriftzug im Blogartikel inkl. Verlinkung vermerkt. Neben der Geschäftsidee und dem Viralmarketingkonzept gefällt mir die offene Kommunikation der Gründer. Im Gegensatz zu anderen Paid-Link-Vermarktern haben die trigami-Jungs auf o.g. Google-Aktion schnell reagiert und folgenden Artikel verfasst. Diese transparente und just-in-time Kommunikation haben die Jungs auch schon in den letzten Monaten immer wieder an den Tag gelegt. Anlässlich des einjährigen Geburtstages hinsichtlich der Geburt der Idee hat trigami eine sehr gute Story veröffentlicht, wie alles entstanden ist.

Und warum habe ich noch kein trigami-paid-Artikel geschrieben, obwohl ich ja schon über Kunden von trigami, wie z.B. blacksocks, öfters geschrieben habe? Zum einen hat mir mein Bauchgefühl bis jetzt das Signal gegeben, dass ich mir alles erst einmal in Ruhe anschauen sollte. Auch mein Verstand verordnete mir erst einmal eine Denkpause. Entscheidend ist, dass ich derzeit dran bin, ein nachhaltiges Werbekonzept für das Blog und Portal von mir zu entwickeln. Und in diesem Zusammenhang ist Flickschusterei einfach nicht hilfreich, sondern nur ein nachhaltiges Konzept. Und das braucht einfach etwas Zeit. Und wenn ich mir bisher die „Trinkgelder“ anschaue, die via Google Ad Sense und Paid Link Verkauf erzielt werden können, dann werde ich nicht wirklich unruhig 🙂 Ich habe das ja hinsichtlich der Bewertung einer neuen Brainstormingplattform im Kommentarfeld eines anderes Blog auf den Punkt gebracht: Bevor ich mit Peanuts abspeisen lasse, stelle ich mein know how lieber kostenfrei zur Verfügung. Ertappt: Ich bin in Frankfurt geboren und lebe hier 🙂

4 Responses to trigami – Wie alles begann und was ich davon halte

  1. Matthias sagt:

    Hast Du da was falsch verstanden?

    Franztoo vergibt den „Oscar“ ausdrücklich in der Kategorie „Unsinniges“. Und genau so habe ich den Artikel von Wullfy leider auch eingeschätzt. Wullfy kann ohne Zweifel gut schreiben, aber seine Kernaussagen sind durch nichts belegt (= reine Behauptungen).

  2. Hallo Matthias,

    welchen Artikel empfiehlst Du denn, um noch den Überblick zu behalten?

  3. Matthias sagt:

    Oh je, meinen eigenen? 😉

    Nein. Das Thema ist noch ziemlich frisch und wohl auch noch in Bewegung, da gibt es noch keine abgeklärte Darstellung der Dinge, wie sie tatsächlich gelaufen sind.

    Möglicherweise wird es auch nie ganz klar werden, da Google sich nicht unbedingt offen äußern wird.

  4. Goggi sagt:

    Hallo
    Ich verfasse zwar überall einen ähnlichen Kommentar, bin aber kein Spamer.
    Ich habe einen Artikel verfasst, der sich um Aufträge bei Trigami befasst, für die ich regelmässig schreibe. Es geht nicht darum, Trigami zu zerreissen, auch wenn Fehler auftauchen, sonder um die Diskussion, wie Trigami auch für Blogger besser funktionieren könnte. Ich würde mich über einen Kommentar von Dir sehr freuen.

    http://goggiblog.blogspot.com/2007/11/trigami-preis-zu-hoch.html

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