In Geschäftsidee

Sieger des Frankfurter Gründerpreises 2011 spielen auf der ganzen virtuellen Bandbreite

Pro Jahr werden in Frankfurt am Main mehr als 3.000 Unternehmen gegründet. 44 davon haben sich in diesem Jahr um den Frankfurter Gründerpreis beworben, davon 11 aus dem Bereich Einzelhandel, 10 aus persönlichen Dienstleistungen, 8 aus der Gastronomie und 6 aus der Medienbranche, weitere aus den Branchen Touristik, Business to Business, Chemie/Biotech, Handwerk und IT. Gestern abend wurden im Kaisersaal im Römer die 3 Sieger von Stadtrat Markus Frank prämiert. Folgende Gewinner konnten sich freuen:

  1. Chalkless Media GmbH
    Gabriele Balsing und Boris Gromodka haben zusammen „Easychalk“ entwickelt, eine webbasierende Software für interaktive Tafeln und andere interaktive Medien wie Projektoren oder Tablet PCs. Das Besondere: Es ist die erste herstellerunabhängige Software für interaktive Medien, die ohne Installation im Webbrowser funktioniert, weil die Daten in einer Internet-Cloud unabhängig von der benutzten Hardware sind. Mit Easychalk können Lehrer zu Hause am PC Tafelbilder erstellen, sie im Unterricht mittels Internet-Anschluss und Beamer den Schülern präsentieren und damit arbeiten. Die Schüler können zu Hause oder unterwegs mit ihren PCs und Laptops im Internet wieder auf den Stoff zugreifen. Easychalk kann also jederzeit, an jedem Ort und mit jeder Hardware verwendet werden. Es ist eine kostengünstige Cloud Computing Lösung für Lehrer, Schulen, Bildungseinrichtungen, aber auch Hersteller von interaktiver Hardware, die Easychalk einbinden können. Lizenzkosten zum Beispiel für eine ganze Schule pro Jahr: ca. 500 Euro.

  2. Sonix Solar GmbH
    Frederic Drouard und Patric Kahl haben für den weltweiten, großvolumigen Business-to-Business-Handel mit Photovoltaikprodukten eine Online-Handelsplattform, Solartraders.com entwickelt. Zusatzleistungen sind zum Beispiel ein Treuhandservice zur Minderung finanzieller Risiken, Logistikdienstleistungen, Analyse von Marktdaten. Käufer und Verkäufer profitieren von einer deutlichen Reduzierung der Transaktionskosten. Ein hoher Qualitätsstandard und Vertrauensbildung sollen mit einem internen Bewertungssystem, Stichproben von Angebotsdetails und einheitlichen Transaktionsprozessen erreicht werden. Mit der Solartraders.com-Plattform werden zwei wachsende Märkte, die Umwelttechnologie und der Onlinehandel in einer sich ergänzenden Weise zusammen geführt.

  3. nutcracker TV- und Bewegtbild-Konzeption
    Klaus F. Schwope konzipiert, produziert und verbreitet kreative Online-Videos. Das ist eine der am stärksten wachsenden Kommunikationsformen – die Deutschen schauen weit über drei Milliarden Internet-Videos im Monat, Tendenz steigend. Für diese zeitgemäße Kommunikation sucht Klaus Schwope nach Ideen und Inhalten, die den Nutzer wirklich interessieren und involvieren. Und das gelingt ihm offensichtlich sehr gut, wie seine bereits erzielten Erfolge zeigen. So produzierte er den Buch-Trailer für einen Top-10-Bestseller bei Amazon und Spiegel und wurde in der Branche für eine Youtube-Videokampagne gegen gifthaltiges Spielzeug ausgezeichnet.

Erstmals wurden damit gleich drei Internetideen in einem Jahr ausgezeichnet. Das zeigt, dass es sich lohnt, auch in Frankfurt um Internet-StartUps zu kämpfen. Gerade Unternehmen der Games-Branche werden in Frankfurt angeworben. Dabei geht es auch um Simulationslösungen, die spielerisch den Ernst des Lebens abbilden.

Infoquelle: PM Stadt Frankfurt vom 23.05.2011

4 Responses to Sieger des Frankfurter Gründerpreises 2011 spielen auf der ganzen virtuellen Bandbreite

  1. Thomas Schulze sagt:

    Mich erfreut diese Meldung, weil sie mich in meiner Meinung bestärkt, dass nicht der Standort sondern die Ideen und die Menschen für den Erfolg eines Internet-StartUps entscheidend sind. Trotzdem muss man sich hier in Frankfurt immer wieder dafür rechtfertigen, dass man hier bleibt. Es ist schwierig ständig gesagt zu bekommen, dass man als Internet-StartUp nur in Berlin oder Hamburg erfolgreich sein kann. Weil die Mieten günstiger wären, weil man mehr billige Arbeitnehmer finden kann und weil Frankfurt sich nur als Biotech-Standort sieht. Kämpfen ist hier das richtige Wort.

  2. Hallo Thomas,

    tatsächlich wandern viele Internet-Gründer aus Frankfurt nach Berlin und vor allem im ECommerce nach Hamburg ab. Dort gibt es einfach einen intensiveren Erfahrungsaustausch und mehr persönliche Ansätze für Kooperationen.

    Aber auch Frankfurt hat Argumente. Hier sitzen viele potente Kunden, was z.B. gerade beim Thema Social Intranet spannend sein kann. Zudem gibt es eine Games-Branchen-Cluster. Das ist mal ein Anfang.

  3. Rene Klein sagt:

    Wir gratulieren den Gewinnern des Frankfurter Gründerpreises 2011.
    Am 7. Juni 2011 findet übrigens die Frankfurter Gründernacht statt: mehr Infos hierzu finden Sie unter http://www.fuer-gruender.de/newsletter-und-pressemitteilung/pressemitteilungen/frankfurter-gruendernacht-am-7-juni-2011/

    Beste Grüße

    René Klein

  4. Karim sagt:

    Gefaellt mir gut der Blog. Gute Themenwahl.

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