schokopause

In Geschäftsidee, Idee - Produkt, Innovation, Marketing - Verpackung

Geniale Verpackungsidee made in Germany: Schokopause

Die Verantwortlichen der Werbeagentur vivia haben sich vor einiger Zeit folgende Frage gestellt: „Existiert auf dem großen Markt für Verpackungen noch Spielraum für grundlegende Neuerungen, simple Mechanismen, die so bisher keine Anwendung fanden?“ Schnell fanden Sie heraus, dass bisherige Verpackungen von Schokoladenriegeln derart gestaltet sind, dass sie mit zwei Händen aufgerissen oder geknickt werden müssen oder ein Deckel nach Entfernung einer Schutzfolie in einem weiteren Arbeitsschritt abgehoben werden muß. Das ist man gewohnt so – aber muß man das hinnehmen?

An einer Reihe von Prototypen erprobte vivia Methoden, wie eine Schokolade (oder jede andere feste, portionierbare Süßigkeit) entpackt werden konnte, ohne dass der Konsument lange zu überlegen hatte, wie. Resultat dieses Designprozesses ist die SchokoPause – eine Packung, die das enthaltene Produkt durch einfachen Druck eines Fingers auf das international eindeutig erkennbare Pausen-Icon in der Mitte des Deckels freigibt. Das Motto lautet: „Nimm eine Auszeit, mach‘ eine Schokopause. Ein Finger reicht, um die Schokolade über den einfachen Druck auf den SchokoPause-„Pausenbutton“ freizugeben (siehe Foto).

Das SchokoPause-Design wurden von den Erfindern beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet und geschützt. vivia sucht jetzt bevorzugt Schokoladen- und Süßigkeitenproduzenten, die über eine nötige Marktpräsenz verfügen und dieses Designkonzept gegen Zahlung von Lizenzgebühren für ihre Produkte nutzen wollen. Evtl. ist das Verpackungskonzept auch für Hersteller anderer Lebensmittel und Waren geeignet. Bekannt machen wollen die Designer die „SchokoPause“, indem sie auf internationalen Designportalen vorgestellt wird. Ein erster Erfolg konnte erzielt werden, indem das Konzept gestern auf „Trendhunter“ vorgestellt wurde.

Die Erfinder gehen in diesem Fall den klassischen Weg. Sie erfinden etwas, melden die Erfindung beim Patentamt an und suchen dann einen Lizenznehmer. Nur was tun, wenn in absehbarer Zeit kein Schokoladenhersteller „anbeißt“. Wäre es dann nicht eine Alternative, sich mit der Idee selbständig zu machen und z.B. aktuell am Kopf-schlägt-Kapital-Wettbewerb von Prof. Faltin teilzunehmen? So oder auf direktem Wege könnte via Crowdfunding ein erster Markttest durchgeführt und das nötige Startkapital gesammelt werden. Aber vielleicht findet sich ja auch ein Gründer, der sich auf diesen Weg selbständig machen will? vivia hilft auch gerne bei Erstellung eines Werbekonzeptes.

11 Responses to Geniale Verpackungsidee made in Germany: Schokopause

  1. Chris sagt:

    Die Lila-Pause 2.0, witzige Idee – mehr aber dann doch nicht 😉

  2. Chris sagt:

    Obwohl – wenn man die Schoki dann noch mit entspannungsfördernden Substanzen anreichert und so wirklich ein Entspannungseffekt erzielt wird?hmmm warum eigentlich nicht 🙂

  3. Steffen sagt:

    Was für eine in die Irre führende Idee.
    Warum soll eine Pause eine Pause sein, wenn ich nur eine Hand benutze, um Schokolade zu essen.
    Arbeitet die andere Hand etwa weiter. Ißt man damit jetzt noch bequemer beiläufiger?

  4. Das wäre dann die Schokolade beim Autofahren, der Kurzimbiss auf dem Arbeitsweg mit dem Aktenkoffer in der Hand, die erste Kostprpbe nachdem man noch den Wagen von der Kasse wegschiebt …

  5. Hallo,

    hier noch weitere Einsatzfelder:

    • beim telefonieren
    • beim daddeln

    ….

  6. Ben Pusher sagt:

    An sich natürlich eine nette Idee und der Ansatz neue Mechanismen zu finden ist natürlich auch richtig, jedoch denke ich dass es Gründe dafür gibtdass die Verpackungen so sind wie sie sind 😉
    Ich denke einfach mal dass es dabei primär darum geht die Herstellungskosten zu minimieren.
    Aber gegen eine Schokopause hätte ich jetzt nix 🙂
    Ben

  7. Ben sagt:

    Prinzipiell eine sehr coole Idee! 🙂

  8. jan sagt:

    Das Prinzip gibt es schon bei Bonbon-Schachteln.

  9. Sascha sagt:

    Fraglich ist hier, ob der beim Deutschen Patent- und Markenamt beantragte Design-Schutz das Produkt wirklich schützen kann. Bei der Bestimmung des Schutzumfanges eines eingetragenen Geschmacksmusters bleiben Merkmale, die rein technischen bedingt sind, unberücksichtigt.

    Bei dem SchokoPause-Design bleiben als nicht ausschließlich technisch bedingte (ästhetische) Merkmalskombination der runde Behälter (nicht sichtbar eindrückbarer) Folienabdeckung übrig. Dies ist jedoch nicht neu.

    Obwohl es sich also eventuell um ein Scheinrecht ohne viel Wert im Verletzungsverfahren handelt, finde ich die Idee selbst super. Das könnte ein Renner werden…

  10. Dirk sagt:

    Möglicherweise kann man die Schokoladenform im Behälter durch ein Geschmacksmuster schützen. Haben diese eine charakteristische Form? Wenn dann aber besser direkt ein EU-Design, da dieses 27 EU-Länder abdeckt. Europaweiter Schutz kostet nur unwesentlich mehr.

  11. Hallo,

    ich glaube auch wie damals bei Ritter Sport oder Schogetten, dass man mit der hier beschriebenen Verpackungsinnovation eine ganz neue Schokoladenmarke etablieren könnte, die unverwechselbar ist. Die Marke dieser neuen Schokoladenmarke könnte geschützt und dadurch Unverwechselbarkeit hergestellt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *