In Internet, Marketing 2.0

Gastartikelserie „Linkaufbau“ – Teil 4

Die Do’s and Don’ts beim Linkaufbau

Wer die ersten drei Teile der Gastartikelserie zum Linkaufbau aufmerksam gelesen hat, der müsste mittlerweile verstanden haben, dass es vor allem auf hochwertige Inhalte („Mehrwert“) ankommt, die für andere Webmaster eine Linkempfehlung erleichtern. Darüber hinaus gibt es einige Dinge zu beachten, wenn Sie mit Linkaufbau Ihr Google-Ranking verbessern wollen. Um von Google wirklich als relevant eingestuft zu werden, müssen Sie …

  • … regelmäßig und vor allem kontinuierlich neue Backlinks gewinnen.
  • … Backlinks gleichermaßen von starken und schwachen Websites bekommen.
  • … reziproke (gegenseitige) und nicht-reziproke (einseitige) Links haben.
  • … auch No-Follow-Links bekommen (die eigentlich nicht ins Ranking einfließen).
  • … Verlinkungen auf die Startseite und ebenfalls Verlinkungen auf die Unterseiten gewinnen.
  • … sinnvolle Ankertexte verlinkt bekommen und auch unsinnige bzw. unpassende Verlinkungen erhalten.
  • (…)

Die Liste der Faktoren im Linkaufbau ist wiederum recht lang, doch zeigt sich sehr schnell, dass es um eine „gute Mischung“ geht. Kommen die Links von verschiedenen Personen, aus unterschiedlichen Netzwerken oder nur von Ihren Freunden (die untereinander auch alle miteinander bekannt = für Google sichtbar verlinkt sind)? Manche Kunden fragen, ob es nicht reichen würde, alle Partner- oder Tochterfirmen bzw. Lieferanten um einen Link zu bitten. Natürlich ist dies eine geeignete Methode, um den Linkaufbau zu stärken. Doch ob die Menge der Backlinks ausreicht und die Partner wirklich alle in der Lage und willens sind, einen Link zu setzen, stellt sich in der Praxis häufig als fraglich heraus. Ein natürliches Linkprofil setzt sich selbstverständlich auch aus Verweisen von untereinander bekannten Websites zusammen, sollte aber auch fremde Backlinks im Mix haben.

Ein weiteres Kriterium ist die thematische Relevanz der Websites untereinander. Wenn Sie einen Online-Shop für Feinkost-Waren betreiben und bekommen Ihre Links ausschließlich aus themenfreien Branchen- und Shopverzeichnissen, kann Google die Relevanz Ihrer Produkte nicht gut beurteilen. Sie brauchen also Links aus Kochblogs, aus Feinschmecker-Portalen und von den Herstellern Ihrer Produkte. Wo immer im Internet über Feinkost geschrieben wird, sollte Ihre Website verlinkt sein. Dieses Ziel zeigt, wo thematisch die Reise hingeht.

Achten Sie bei den Linkgebern auch darauf, ob die entsprechende Website bei Google ebenfalls ein hohes Vertrauen besitzt. Früher war der Pagerank der wichtigste Indikator für die Relevanz einer Website, heute sind die Sichtbarkeit für Suchmaschinen sowie die Verlinkung der Website das Ausschlag gebende Kriterium. Diese lassen sich mit speziellen Websites wie www.domainvalue.de, www.seitwert.de und auch kostenpflichtigen Tools wie Sistrix oder XOVI messen. Wenn ein Webmaster selbst kaum Backlinks hat, ist seine Empfehlung nicht so viel wert. Doch achten Sie auf die Mischung – es sähe unnatürlich aus, nur von Spiegel Online, der Bundeskanzlerin und dem Papst verlinkt zu sein. Google ist da schnell misstrauisch und wertet die eigentlich hochwertigen Backlinks möglicherweise wieder ab, weil Linkkauf vermutet wird.

Eine bewährte Methode ist noch immer ein aktiver „Linkbait“. Über mögliche „Linkköder“ hatten wir uns im dritten Teil der Blogserie schon unterhalten, indem Mehrwerte für die Webmaster angeboten werden. Doch Linkbaits können auch in Form von Gewinnspielen oder besonderen Aktionen größere Ausmaße bekommen. Manche Blogger veranstalten eine Blog-Parade („Blogger-Karneval“) und organisieren zu einem bestimmten Thema Fachartikel von verschiedenen Experten. Diese Beiträge lassen sich hinterher auch als E-Book veröffentlichen, um weitere Verlinkungen zu erhalten. Andere nutzen saisonale Ereignisse wie den Adventskalender, um mit besonderen Aktionen auf Ihre Website aufmerksam zu machen, z.B. indem sie attraktive Gewinne verlosen oder einen Spendenmarathon für den guten Zweck organisieren. Wieder andere bringen kuriose Geschichten oder lustige Videoclips in Umlauf. Manchmal sind es die kleinen, pfiffigen Ideen, die eine Lawine von mehreren hundert oder gar tausend Backlinks auslösen.

Doch wer landet schon im echten Leben einen solchen „Glückstreffer“? Allen anderen bleibt nur, neben den Linkbait-Kampagnen weiterhin aktiv Backlinks zu organisieren. Die gesunde Mischung zu finden, ist nicht immer ganz leicht, sondern beschreibt einen langfristigen Prozess, der von Erfahrungen, dem Ausprobieren und vor allem vom Fleiß lebt. Suchmaschinen-Optimierung ist keine Geheimwissenschaft oder wenn doch, liegt das Geheimnis ausschließlich im langen Atem. Optimale Positionen erreicht nur, wer langfristig am Ball bleibt und sich bei Google als vertrauenswürdiger Partner erweist. Wie dies auch für Online-Shop-Betreiber gelingt, zeigt der fünfte Beitrag dieser Blogserie zum Thema Linkaufbau.

Mehr Infos zum Autor:

Thomas Kilian leitet die Internetagentur Thoxan GmbH in Ostwestfalen und hat sich mit seinem Team auf die Neukunden-Gewinnung im Internet spezialisiert. Der studierte Germanist, Blogger („Neukunden-Magnet“) und Buchautor („Der Igel-Faktor“) hat ein Faible für Neue Medien, professionelle Texte und freches Marketing. Im Sommer 2011 ist Thomas Kilian außerdem in den aktiven Online-Handel eingestiegen und hat mit Filz-Geschenke.de seinen ersten eigenen Webshop gestartet. Auch hier kommen ihm seine Erfahrungen im Bereich Linkaufbau zu Gute, die er in dieser Gastartikelserie für die Leser des Best Practice Business Blog zusammenfasst.

6 Responses to Gastartikelserie „Linkaufbau“ – Teil 4

  1. Sven Heine sagt:

    Ein schöner Artikel zum Thema Linkaufbau. Ich bin sehr auf den zweiten Teil gespannt!

    Viele Grüße

    Sven Heine

  2. Stefan sagt:

    Das ist eine wirklich gelungene und sehr ausführliche Artikelserie. Besten Dank

  3. Peter sagt:

    Danke für die tolle Übersicht zum Linkaufbau. Leider ist der Link zum fünften Teil defekt. Wäre schön, wenn du den richtigen Link einstellen könntest, bin da sehr interessiert!
    Grüße
    Peter

  4. […] Fazit für organischen Linkaufbau: Wer dauerhaft und automatisch neue Links gewinnen möchte, muss kontinuierlich Mehrwerte bieten und sich mit anderen Webmastern gegenseitig vernetzten. Bei der Linkakquise gibt es keine Abkürzungen, auch wenn viele mit kleinen Tricks versuchen, schneller an ihr Ziel zu kommen. Deshalb behandelt der vierte Teil dieser Blogserie die Do’s and Don’ts im Linkaufbau. […]

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