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In Geschäftsidee, Idee - Food

UglyFruits wandelt auf den Spuren von Culinary Misfits

Ich habe hier im Blog schon öfters über Geschäftsideen berichtet, die gegen die Lebensmittelverschwendung hier in Deutschland ankämpfen. Vorreiterinnen sind z.B. Lea Brumsack und Tanja Krakowski, die mit Culinary Misfits dafür sorgen wollen, dass sog. Misfits (Sonderlinge) wieder häufiger auf den Speiseteller von uns gelangen und zwar nicht als Dosenfutter, sondern frisch zubereitet. Im ersten Schritt haben die beiden Designerinnen einen Catering-Service mit Sitz in Berlin gegründet. Mittelfristig ist der Aufbau eines Ladengeschäftes geplant, das als Mischung aus Cateringküche, Gastronomie und Einzelhandel fungieren soll. Ich habe anlässlich einer Crowdfundingaktion über dieses spannende StartUp im November 2012 hier im Blog berichtet.

Anscheinend haben noch mehr Gründer in spe die Misfits für sich als Basis für eine Geschäftsidee entdeckt. Daniel Plath, Giacomo Blume und Moritz Glück habe eine Diplomarbeit darüber geschrieben, wie man die sog. Ugly Fruits wieder salonfähig machen kann. Bisher werfen die Bauern bis zu 40 % ihrer Ernte weg, weil sie die Misfits nicht an den Lebensmitteleinzelhandel verkaufen können. Häufig werden die Misfits zu Tiefutter oder Dosenfutter verarbeitet. Dabei sollten sie doch frisch zubereitet auf unseren Teller landen, weil sie meistens sehr gut schmecken. Idee der Studenten war, durch eine Marketingkampagne die Ugly Fruits „sexy zu machen“.

Die drei kreativen Studenten können erste Erfolge nachweisen. Sie wurden für ihre Idee als Jungdesigner mit einem Junior Award 2013 des Art Directors Club ausgezeichnet. Mittlerweile können ihre Bildmotive als Postkarten in einem eigens dafür errichteten DaWanda-Shop erworben werden. Ein Kalender soll noch in diesem Jahr passend zur Weihnachtszeit folgen. Als nächstes werden mutige Investoren gesucht, um die Idee von „Ugly Fruits“ – Geschäften in die Tat umzusetzen. Noch sind die Studenten offen, ob eigene Ladengeschäfte eröffnet werden sollen oder eher eine Lebensmittelmarke unter diesem Namen aufgebaut werden soll, um die Produkte über externe Geschäfte und Vertriebspartner zu verkaufen.

Vielleicht ergeben sich auch weitere Geschäftsfelder und -chancen. In einem Blogbeitrag habe ich „Rubies in the Rubble“, ein Gründungsvorhaben einer jungen Britin vorgestellt. Die Entrepreneurin Jenny Dawson erwirbt übriggebliebenes bzw. aussortiertes, aber dennoch genießbares Obst und Gemüse, das sonst von Lebensmittelgeschäften weggeworfen würde und macht Soßen (Chutneys) sowie Marmelade daraus. Begonnen hat Jenny damit, ihre Produkte auf dem Wochenmarkt zu verkaufen. Mittlerweile verkauft sie ihre Chutneys schon in zahlreichen Lebensmittelgeschäften in London.

Gefunden im UniSpiegel

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