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Come Round will das Privatparty-Marketing jetzt auch in Deutschland salonfähig machen

Homeshopping-Parties sind ein Dauerbrenner, seit sie durch Avon und Tupperware salonfähig wurden. Egal ob erotisches Spielzeug, maßgeschneiderte BH´s oder Werkzeuge für Frauen, alles wurde schon vor vielen Jahren von findigen Gründerinnen über diesen Vertriebskanal verkauft. Im Laufe der Jahre haben auch immer mehr E-Commerce-Anbieter erkannt, dass über diesen Weg ganz neue Käufergruppen erschlossen werden können. Und seit einiger Zeit erkennen auch immer mehr Markenartikler, dass sie durch diese Form der Produktpräsentationen viele neue Kunden für sich begeistern können.

Das StartUp Come Round aus Großbritannien verdient seit einigen Jahren mit der Initiierung und Organisation solcher Privatparties im Auftrag von Markenartiklern gutes Geld. Nach England will Come Round jetzt auch Deutschland und Österreich erobern, um bei über 50 Fans zu Hause exklusive Partys zu feiern. Die Parties selber haben im Schnnitt 10 – 20 Teilnehmer. Als erstes wurden für letztes Wochenende Gastgeber für eine #MadeOfStarlightParty gesucht, auf der der neue Duft aus dem Haus Elizabeth Arden im Mittelpunkt stand: „Taylor“ von Taylor Swift. Unter den erfolgreichen Partyveranstaltern wurde anschließend außerdem ein professionelles Fotoshooting verlost.

Seit der Gründung von Come Round im Jahr 2010 hat das Unternehmen bereits für viele verschiedene namhafte Unternehmen und Brands erfolgreiche Marketing-Partys veranstaltet – aus ganz unterschiedlichen Branchen von Philips, Universal Music und BBC Worldwide bis hin zu Fanta und Unilever. In 30 Event-Kampagnen hat Come Round inzwischen über 13.000 Partys mit über 130.000 Gästen veranstaltet, mit einer On- und Offline-Reichweite von über 20 Millionen Kontakten. Dazu beigetragen hat vor allem das „Montagmorgen-Phänomen“ – 50 Prozent aller Partygäste erzählen mehr als zehn Leuten offline von ihrem besonderen Wochenenderlebnis, meist gleich am Montag bei der Arbeit, in der Schule oder Uni. Weitere 50 Prozent der Partygäste berichten über Social Media und Blogs über ihr Erlebnis und erreichen so durchschnittlich weitere 300 Leute.

Mit diesen Marketing-Partys erzielen die Anbieter somit nicht nur sehr gute Online-, sondern vor allem auch überragende Offline-Empfehlungseffekte. Das ist deshalb besonders erwähnenswert, weil Mundpropaganda auch heute noch vorwiegend ein Offline-Phänomen ist. Die Wege zu Onlineempfehlungen verstopfen immer häufiger, deshalb wird der Offline-Zugang wieder wertvoller. Weiterhin erreicht man fast über keinen anderen Weg, dass sich die Kunden mehr als drei Stunden mit einer Marke und deren Produkte beschäftigen. Das Privatparty-Marketing wird ein immer wichtigeres Element des Probe-Marketings werden. Und zudem können die Werbetreibenden über die Veranstalter wichtiges Feedback erhalten, um ihre Produkte zu verbessern bzw. ihr Sortiment zu erweitern. Mehr Infos für Werbetreibende gibt es hier.

Interessant ist auch die Gründerstory, weil ein Quereinsteiger auf diese geniale StartUp-Idee kam: Der Gründer und CEO von Come Round, Giles Harris, ist ein ehemaliger interner Anwalt von EMI Music. Vor die Wahl gestellt, entweder ein gelangweilter oder sogar schlechter Anwalt zu werden, entschloss sich Giles schließlich dazu, seiner kreativen Seite nachzugeben und gab seinen Anwaltsjob auf, um stattdessen verschiedene Projekte innerhalb von EMI zu betreuen. Beseelt vom Unternehmergeist verließ Giles schließlich EMI, um sein eigenes Business zu starten und den Heiligen Gral aller Marketer zu finden – nämlich langlebige und tragfähige Beziehungen zu ihren Konsumenten aufzubauen. So wurde Come Round geboren. Einige Jahre, Tausende Partys und Zehntausende Partygäste später, arbeitet Giles noch genauso enthusiastisch daran, mit seinem Business in neue Branchen und Länder vorzustoßen.

3 Responses to Come Round will das Privatparty-Marketing jetzt auch in Deutschland salonfähig machen

  1. Tobias sagt:

    Witzig, fast die gleiche Idee hatte ich bereits vor einiger Zeit – Tupperparties für Online-Shops: http://www.ideas-to-go.de/beispiel-ideen.html

  2. Hallo Tobias,

    Tupper-Parties für Online-Shops war letztes Jahr ein Hype-Thema, sie mein Artikel unter http://www.best-practice-business.de/blog/geschaeftsidee/2012/04/30/ecommerce-anbieter-entdecken-homeshopping-parties-als-vertriebskanal-wieder/.

    Interessant finde ich am obigen Ansatz, Parties zu veranstalten, um „Probe-Marketing“ durchzuführen. Denn Offline-Empfehlungen dominieren immer noch das Empfehlungsmarketing in Deutschland und sind auch exklusiver.

  3. […] Events über Social Media Kanäle) eine große Werbereichweite erschliessen. Wettbewerber ist z.B. Come Round, die jetzt auch den deutschen Markt erobern wollen. Hier gibt es mehr Infos zum Funding von […]

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